KSS-Schüler legen Blumen auf »Stolpersteine«

Karben (shk). Im Gedenken an die Pogromnacht 1938 in Karben legten die Mitglieder der Schülervertretung der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) an »Stolpersteinen« Blumen nieder. Stolpersteine sind Gedenktafeln, die an das Schicksal der Menschen erinnern sollen, die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert oder ermordet wurden.
11. November 2013, 19:38 Uhr
Schülervertreter der KSS legen an Stolpersteinen in Groß-Karben Rosen nieder (v. l.): Sara Hagshenas, Nick Sigrist, Camille Götz und Ralph Schwägerl. (Foto: pv)

»Die Stolpersteine sollen den Menschen deutlich machen, dass diese schrecklichen Ereignisse auch in Karben stattfanden«, so Hartmut Polzer von der Initiative »Stolpersteine in Karben«. In der ganzen Stadt befinden sich derzeitig 39 Gedenktafeln, davon ganze 21 in der Bahnhofsstraße. Diese sei nach Polzer zur damaligen Zeit Zentrum jüdischer Angehöriger gewesen.

»Die Ereignisse im November 1938 zeigen, wohin Ausgrenzung und Rassismus führen können«, so KSS-Schulsprecher Nick Siegrist, »doch die Stolpersteine dienen nicht nur als Erinnerung, ihre Botschaft für Toleranz und gegen Antisemitismus ist heute aktueller denn je.« Um diese Botschaft weiterhin weiterzugeben, wurde erst im September dieses Jahres der Kurt-Schumacher-Schule das Prädikat »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« verliehen. »Wir engagieren uns aber nicht nur für ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen innerhalb, sondern auch außerhalb unserer Schule, weil wir nicht nur Schüler, sondern gleichzeitig Bürger sind. Mit dieser, wenn auch kleinen Geste, wollen wir ein Zeichen setzen«, so die stellvertretende Schulsprecherin Camille Götz während sie Blumen auf die Steine niederlegte.

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