Zum Fressen gern

17. November 2017, 21:02 Uhr
Viel Musik und Spaß: Das Frankfurter Theaterhaus-Ensemble im Alten Hallenbad. (Foto: Katja Dombrowski)

Ist es ein Krimi? Eine Geschichte über Freundschaft? Oder gar eine Liebesgeschichte? Ein hungriger Wolf trifft ein Schaf, die willkommene und bitter nötige Mahlzeit. Er lockt das naive und gutgläubige Schaf mit der Aussicht auf einen Ausflug aus dem Stall. Das Ziel heißt »Erfahrungen« – und darauf läuft die turbulente Reise auch hinaus. Leider stellt sich in deren Verlauf heraus, dass das Schaf viel zu nett ist, um als Mahlzeit zu enden. Und so ist die Beziehung, die sich zwischen Wolf und Schaf entwickelt, gleichermaßen schwierig und schön, von Zuneigung wie von Angst geprägt. Letztlich bleibt nur die Trennung, um dem Schaf die Haut zu retten – und das erkennt nicht etwa das Schaf, sondern der Wolf.

Das Frankfurter Theaterhaus-Ensemble, das zum zweiten Mal im Alten Hallenbad zu Gast ist, spielt die tiefsinnige Geschichte mit Witz und viel Gefühl, begleitet von Musik. Wenn den Wolf die Gier packt, greift er zur E-Gitarre. Das Schaf drückt seine Vorfreude auf den Ausflug nach »Erfahrungen« mit der Ziehharmonika aus, und das Cello untermalt die Höhen und Tiefen der Story mit dem richtigen Sound.

Das Stück, als Veranstaltung für die ganze Familie angekündigt, spricht Kinder wie Erwachsene an. Schon die kleinen Besucher verstehen, dass eine Freundschaft zwischen Wolf und Schaf problematisch ist und sind gerührt davon, wie beide es trotzdem versuchen. »Freundschaft ist wichtiger als Hunger«, resümiert Malou (9 Jahre) die Aufführung. Das ist vielleicht die Kindermoral der Geschichte. Als Erwachsener sieht man auch die tieferen Ebenen. Zum Beispiel, dass Lieben auch Loslassen heißt. Oder den Widerspruch der eigenen Gefühle. Das alles steckt drin in »Ein Schaf fürs Leben«, diesem Krimi über Freundschaft und vielleicht sogar Liebe.

Es war das erste Kindertheater im Alten Hallenbad für die Öffentlichkeit, nach dem Stück »Anziehsachen« im April, das Kita-Gruppen vorbehalten war. Alexa Busse, die bei der Friedberger Kultur-AG für Kindertheater zuständig ist, sagt: »Wir möchten gerne dass die Sparte Kindertheater-Theater für ein junges Publikum- auch im alten Hallenbad einen Platz findet«. Kleine und große Zuschauer dürfen sich also auch im nächsten Jahr auf das eine oder andere Familienstück freuen.

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