KCV Bingenheim spielt

Frischekick für Bingenheimer Grimm-Märchen

Das Brüder-Grimm-Märchen »Schneeweißchen und Rosenrot« kennt fast jeder. Doch der KCV Bingenheim will sich nicht mit allen Kamellen zufriedengeben – und legt den Klassiker neu auf.
14. November 2017, 16:00 Uhr
Prinz Heinz-Heinrich (r.) und sein Vetter Carolo bei der Geburtstagsfeier des Prinzen, bei der die beiden fröhlichen Schwestern Schneeweißchen und Rosenrot den uneingeschränkten Sieg über alle hochnäsigen Prinzessinnen davontragen. (Foto: im)

Einen ordentlichen Frischekick hat Regisseurin und Organisationsleiterin Monika Stete vom Kultur- und Carnevalsverein (KCV) Bingenheim dem Brüder-Grimm-Märchen »Schneeweißchen und Rosenrot« für die diesjährigen Aufführungen des Bingenheimer Novembermärchens verpasst. Natürlich kommen die beiden süßen Schwestern darin vor, die sich allerdings im Lauf des Stückes als überaus resolut und patent erweisen, furchtlos im Wald übernachten, weder vor braunen oder weißen Bären noch vor bösartigen Gnomen davonlaufen, dafür jedem noch so bedrohlichen Geheimnis auf den Grund gehen und am Schluss mit dem jeweils passenden Mann fürs Leben belohnt werden.

Bis dahin jedoch geht auch in diesem 20. November-Märchen des KCV – der die erfolgreiche Theaterreihe im Jahr 1997 mit »Die kleine Hexe« begann – ein wahres Feuerwerk an Stroboskopblitzen, Soundeffekten und rasanten Kulissenwechseln, witzigen Dialogen, dazu Runen-, Waldtier- und Rosentänzen über die Bühne, die das jahrhundertealte Märchen für Kinder und Erwachsene von heute erzählen, ohne ihm den Nimbus des Magischen und Wunderbaren zu nehmen.

Regisseurin Monika Stete schreibt den Schauspielern Rollen auf den Leib

Überdies scheinen die Rollen den Darstellern geradezu auf den Leib geschrieben, was wiederum der sensiblen Arbeit von Monika Stete zuzuschreiben ist, die ihre Akteure genauso gut kennt wie die Möglichkeiten, die das Ambiente des Bingenheimer Bürgerhauses bietet und die das engagierte KCV-Bühnenbau- und -Technik-Team umsetzen kann.

Knapp eine Woche vor der Premiere wird fleißig geprobt, geschraubt, gesägt und gepinselt – immerhin müssen nicht nur ein nobler Schlossparkpavillon und ein einsames Waldhäuschen, ein Wasserfall und ein Bachlauf, ein hohler Mammutbaum und das Tal der Steine installiert werden. All das soll auch noch so rasch umzubauen sein, wie die Szenen des Märchens wechseln: Vom 21. Geburtstag des Prinzen Heinz-Heinrich, der auch von dessen Vetter Carolo besucht wird und bei dem es zu einem ersten Kennenlernen der beiden jungen Paare kommt, über die unheimlichen Waldsequenzen mit dem räuberischen Gnom und das heimelige Haus der beiden Schwestern und ihrer Mutter bis hin zum spannenden Showdown im verbotenen Tal der Steine.

Die Premiere steigt am 17. November

Dazwischen glänzen gleich zwei Bären, ein leicht begriffsstutziger König, der nur langsam erfasst, welch böser Zauber seinem geliebten Sohn widerfahren ist, ein adretter Jäger und Herold, der die Bären- und Diebsjagd ab und zu übertreibt und versehentlich seinen königlichen Chef beim Wickel nimmt, dazu ein überzeugend dämonisch agierender Gnom, der vor keiner Missetat und keinem Wutanfall zurückschreckt. Ein aufregendes Portfolio, das Monika Stete und ihre Schauspieler in doppelter Besetzung kindgerecht inszenieren.

Die Aufführungen im Bürgerhaus Bingenheim finden an den folgenden Terminen satt: Freitag, 17. und 24. November, 19 Uhr; Samstag, 18. und 25. November, 14 und 18 Uhr; Sonntag, 19. und 26. November, 11 und 15 Uhr. Eintrittskarten kosten sechs Euro für Kinder, acht Euro für Erwachsene, den Vorverkauf übernehmen die Metzgerei Pipp in Bingenheim sowie die Sparkasse Echzell.

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