Überraschung

Auch FWG für Abwahl von Bürgermeister Thomas Alber

Ein Abwahlverfahren gegen Bürgermeister Thomas Alber scheint doch noch möglich. Zwar sprechen sich SPD und »Stimme« weiter gegen eine Abwahl aus, die Zahl der Befürworter aber wächst.
12. August 2017, 18:00 Uhr
Geht er freiwillig? Wird er gegangen? Die Zukunft von Thomas Alber ist ungewiss.

Auf WZ-Anfrage teilen nun auch die Freien Wähler mit, sie würden einem Abwahlantrag zustimmen. »Einen Verbleib des Bürgermeisters im Amt würden wir kritisch sehen«, schreibt FWG-Fraktionschef Lamping. Zu viele Anträge, die teilweise noch aus der letzten Wahlperiode stammten, seien noch nicht umgesetzt.

Somit könnte – frühestens bei der Sitzung am 29. August – eine für ein Abwahlverfahren nötige Zwei-Drittel-Mehrheit doch noch zusammenkommen: Stimmen CDU, Grüne, FDP und FWG für ein Abwahlverfahren, kämen sie auf zusammen 19 Stimmen. 22 wären nötig. Lassen es die Alber-Gegner auf eine Abstimmung ankommen? Schließlich heißt es hinter vorgehaltener Hand, auch bei der SPD und der »Stimme« gebe es Stadtverordnete, die den Bürgermeister lieber früher als später aus Rosbach verabschieden würden. Klaus Jacobi (»Salz«) hatte zwar mitgeteilt, mit ihm werde es keine »Entsorgung« des Bürgermeisters auf Kosten der Gebühren- und Steuerzahler geben, gleichwohl hat er sich in der Vergangenheit stets als großer Alber-Kritiker hervorgetan.

 

Hält das Alber-Bündnis?

 

Ob eine Fraktion einen Antrag für ein Abwahlverfahren stellen wird, steht noch nicht fest. Die CDU werde erst einmal die weitere Entwicklung abwarten, sagt Fraktionschef Jörg Egerter, orakelt aber: »Die Sache ist noch nicht gestorben.« Laut ihm gibt es auch aus der »Stimme« Stimmen gegen Alber. Die Gruppierung habe aber nicht den Mut, sich öffentlich gegen den Bürgermeister zu stellen. Von daher seien die jüngsten Äußerungen von Dieter Kurth unglaubwürdig, sagt Egerter. Der »Stimme«-Fraktionsvorsitzende habe ihm noch vor wenigen Tagen schriftlich mitgeteilt, die Fraktion würde eine Abwahl unterstützen, sofern Alber schriftlich auf eine Entscheidung der Bürger verzichtet. Dann wäre er offiziell aus dem Amt geschieden. Problem: Alber will sich eigenen Bekunden nach nun doch nicht mehr abwählen lassen. »Das Thema ist für mich durch«, so sein Kommentar. Man darf annehmen, dass für den Bürgermeister hier die geänderten Vorzeichen ausschlaggebend sind. Es geht um Gesichtswahrung.

Alle kommunalpolitisch Interessierten in Rosbach fragen sich nun: Wie geht es weiter? Hält das ursprünglich zur Unterstützung Albers gegründete Bündnis aus SPD, »Stimme« und Freien Wählern? Letztere hatten in den jüngsten Abstimmungen zum Alten Rathaus (FWG) und beim Gewerbegebiet an der Rodheimer Dickmühle (FWG und »Stimme«) gegen Albers Argumente votiert.

Während Egerter für die »Alber-Koalition« einen »Tod auf Raten« prognostiziert, geht der FWG-Fraktionsvorsitzende Lamping davon aus, »dass die bisher reibungslos ablaufende Zusammenarbeit auch weiterhin gut funktionieren wird.« Ohnehin gebe es keine »Alber-Koalition«, sondern eine »Kooperation zum Wohle der Stadt und ihrer Einwohner«. Wie zuletzt Kurth kritisiert auch er den »Meinungswandel um 180 Grad« bei der CDU. Die Union stelle sich damit nicht als verlässliche Alternative dar.

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