Neue Ausstellung

Kleinste Details werden sichtbar

Eigentlich wollte Andreas Arnold sein Buch nicht illustrieren, aber er traf Normal Heiskel. Beide hatten die gleiche Vorstellung, wie der Drache Fionrir sein soll. Nun ist Kunst daraus geworden.
06. Juli 2017, 20:08 Uhr

Kunstausstellungen sind seit Jahren ein fester Bestandteil im Café Kaktus. Gemälde, Zeichnungen, Karikaturen, Fotografien und vieles mehr wurden in dem Café in der Hospitalgasse bereits gezeigt. Und immer wieder gibt es etwas Neues: Erstmals werden derzeit zehn Buchillustrationen ausgestellt.

Norman Heiskel hat sie für das im Februar veröffentlichte Buch »Fionrirs Reise« von Andreas Arnold geschaffen. Somit hat die Ausstellung gleich zwei Väter, denn Arnold, bekannt unter anderem als Poetry Slammer und Kolumnist in der WZ, war es, der die Idee hatte, die im Buch doch recht kleinen Zeichnungen als Repro in der Originalgröße auszustellen.

Kaktus-Inhaber Sebastian »Basti« Beck sagte sofort zu. So wurden kürzlich zehn der insgesamt 27 Illustrationen im Kaktus gehängt. »Auf den Zeichnungen erkennt man nun kleine Details, die im Buch kaum zu sehen sind«, sagt Heiskel, der in Karben geboren und aufgewachsen ist. Heute lebt er mit Frau und zwei Kindern in Oberursel.

Zeichnen und Malen war schon immer das Hobby des 45-Jährigen: »Ich habe schon in der Schule die Hefte voll gekritzelt. Ich konnte mich so besser auf den Unterricht konzentrieren, auch wenn die Lehrer es nicht verstanden haben.« Er hat immer wieder einmal Auftragszeichnungen angefertigt oder Filmszenen mit Acryl- oder Pastellfarben abgemalt.

 

Ausdrucksstark und intensiv

 

In den letzten Jahren kam er von der Malerei weg und konzentrierte er sich wieder mehr aufs Zeichnen, »aber eher nur für mich«, so der Künstler, der Arnold vor 17 Jahren auf der Arbeit in Frankfurt kennen gelernt hat. Durch einen Bekannten hatte er vom Buchprojekt Arnolds um den kleinen Drachen Fionrir erfahren. »Ich habe mich ihm aufgedrängt, da konnte er gar nicht nein sagen«, meint Heiskel lachend. Arnold ergänzt: »Ich wollte eigentlich gar keine Illustration, doch unsere Vorstellungen vom Aussehen des Drachens waren in vielen Details übereinstimmend«. So kam es zu der Zusammenarbeit.

Gut ein Jahr hat Heiskel an den Illustrationen gearbeitet. Für Arnold war es interessant, zu sehen, »wie jemand anderes meinen Code sieht«. Heraus gekommen sind Zeichnungen, die auch ohne Kenntnis des Buchinhalts eine Geschichte erzählen. Ausdrucksstark und intensiv wird die Annäherung der Prinzessin an den Drachen dargestellt. Auch die Begegnung von Fionrir mit einem Esel oder mit Menschen spricht für sich.

Die Ausstellung endet Mitte August mit einer Versteigerung der Zeichnungen. Der Erlös wird an das von Andreas Arnold zusammen mit seinen Freunden Dennis Friedel und Christian Kässmeier im Herbst letzten Jahres gegründeten sozialen »Projekt200Plus« gehen. Mit ihrer Sommeraktion unterstützen die drei Netzwerker das Tierheim in Butzbach (Die WZ berichtete am Dienstag ). Arnold sagt: »So unterstützt ein Drache ein Tierheim.«

 

Die Ausstellung kann täglich bis 15. August während der Öffnungszeiten des Café Kaktus besichtigt werden. Mehr Infos zum »Projekt200Plus« gibt es im Internet unter www.projekt200plus.de.

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