Nebeneffekt

DFB kommt nicht nach Friedberg – Bürgermeister freut sich trotzdem

Einen Versuch war’s wert: Der DFB wird nicht nach Friedberg auswandern, auch wenn genügend Platz vorhanden wäre. Warum Bürgermeister Michael Keller sich trotzdem freut.
19. Mai 2017, 15:00 Uhr
Der Sportplatzbau bleibt trotz DFB-Absage ein Thema. Fragen Sie nur mal die Fußballer des FC Olympia Fauerbach. (Foto: Nici Merz)

Der DFB will seine neue Zentrale und die Fußball-Akademie weiter in Frankfurt bauen; Friedberg und Bad Vilbel als Ausweichquartiere sind erstmal aus dem Rennen. Nach seiner Präsidiumssitzung am Freitag teilte der DFB mit, man verfolge weiter das Ziel, die DFB-Akademie auf dem »uns vertraglich zustehenden Gelände der Galopprennbahn« in Niederrad zu bauen. Man habe Hoffnung, dass bald Rechtssicherheit bestehe. Die Baukosten liegen bei rund 140 Millionen Euro.

Friedberg und Bad Vilbel hatten sich Chancen ausgerechnet, im Falle weiterer Verzögerungen den Zuschlag für das Projekt zu bekommen. Ein Dutzend Städte und Gemeinden aus dem Umland hatten sich beworben, laut FAZ galten die beiden Wetterau-Städte als aussichtsreichste Kandidaten. Der DFB benötigt für sein Verbands- und Leistungszentrum 15 Hektar Fläche. In der Friedberger Kaserne sind 74 Hektar vorhanden, samt Strom- und Wasserleistungen, in Bad Vilbel sind es 86 Hektar Ackerfläche.


Werbeeffekt enorm

Die Stadt Frankfurt glaubt, dass die Justiz im aktuellen Rechtsstreit ihre Position bestätigen wird, sagte Sportdezernent Markus Frank (CDU). Der Rennclub hält die Kündigung des eigentlich bis 2024 laufenden Pachtvertrags durch die Stadt für rechtswidrig. Der Prozess wird am 1. Juni fortgesetzt.
In Friedberg wurde der WZ-Bericht, dass sich die Stadt beim DFB beworben habe, zunächst etwas belächelt. Dann stieg Friedberg zusammen mit Bad Vilbel in den Rang eines Favoriten auf und die Wetterauer Kreisstadt war bundesweit in den Medien. Die Bewerbung habe Friedberg einen enormen Werbeeffekt gebracht, sagte Bürgermeister Michael Keller (SPD) am Donnerstag im Stadtparlament. Keller führte Radio-Interviews, Fernsehen und Zeitungen berichteten.

Dass der »Plan B« des DFB nun wohl nicht mehr zum Tragen kommt, ist freilich keine allzu große Überraschung. Bürgermeister Keller, der am Freitag nicht erreichbar war, sagte im Stadtparlament: »Die Stadt Frankfurt wird alles tun, um den DFB in ihren Mauern zu behalten.« So ist es auch gekommen. Der Sportplatzbau bleibt trotzdem ein Thema in Friedberg, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau: Der FC Olympia Fauerbach benötigt einen neuen Fußballplatz. Entweder der alte erhält einen Kunstrasen oder es wird ein neuer gebaut. Wer weiß, ob es mit der DFB-Zentrale in Friedberg nicht die ein oder andere Kooperation gegeben hätte und mancher Sportplatz dann schneller hätte realisiert werden können.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Deutscher Fußball-Bund
  • FC Olympia Fauerbach
  • Friedberg
  • Kasernen
  • Michael Keller
  • SPD
  • Friedberg
  • Jürgen Wagner
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 24 - 4: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.