Fachwerk-Balken im Angebot

23. April 2017, 20:12 Uhr
Balken gibt’s am »Deutschen Haus« genug, wer finanzielle Unterstützung leisten möchte, kann sich einen aussuchen. (Foto: pv)

Auf das Wirtsehepaar Jäckel wartet eine Riesenaufgabe: Die Bad Nauheimer Traditionsgaststätte »Deutsches Haus« (Ecke Hauptstraße/Mittelstraße) wird umfassend saniert, weil das Gebälk des Fachwerkgebäudes morsch ist. Etwa 250 000 Euro müssen investiert werden, damit das Baudenkmal nicht zusammenfällt. Alles ist geplant, die Ausschreibung des Auftrags abgeschlossen, in einigen Wochen soll die Instandsetzung bei laufendem Betrieb starten.

Die 70-jährige Ruth Jäckel und ihr Mann Dieter (73) hatten die Hiobsbotschaft im Herbst letzten Jahres erhalten. Eigentlich sollte die Fassade des 1650 errichteten Hauses nur verputzt werden. Dabei entdeckten die Handwerker allerdings die enormen Schäden an tragenden Balken und zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Der sechsstellige Betrag muss mit einem Kredit vorfinanziert werden, wobei das Ehepaar auf einen ordentlichen Zuschuss aus Denkmalschutz-Fördertöpfen hofft. Ruth und Dieter Jäckel wollten sich jetzt aufs Altenteil zurückziehen und die Gaststätte endgültig an Sohn Andreas übergeben. Daraus wird nun nichts.

Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten erhalten die Jäckels von Stammgästen, die einige tausend Euro aufbringen wollen, um die finanzielle Last wenigstens etwas zu erleichtern. Mit gutem Beispiel vorangegangen sind die Hiesbach-Karnevalisten, die sich im »Deutschen Haus« zum Stammtisch treffen. Kürzlich hatten Mitglieder stolze 666 Euro übergeben.

Zu den Helfern gehören auch Klaus Niemeyer, Volker Lage und Manfred Wöll, die sich seit Jahren im »Deutschen Haus« treffen und ihr »zweites Zuhause« nicht missen möchten. Wöll hat kürzlich in sieben Bad Nauheimer Apotheken Spenden-Spardosen aufgestellt, ein »Deutsches Haus« im Miniformat.

Einen größeren finanziellen Erlös wollen die Initiatoren mit einer zweiten Aktion erzielen. Unterstützer können quasi einen neuen Balken für das Fachwerkhaus »erwerben«. Das Angebot reicht vom Hauptträgerbalken für 1500 Euro bis zum kleinen Zwischenbalken für 75 Euro. Wöll und seine Mitstreiter hoffen nicht zuletzt auf die Beteiligung von heimischen Unternehmen, die einen Beitrag zum Erhalt des Traditionsgaststätte leisten möchten. »Besonders die großen Hauptbalken würden sich für Firmen anbieten«, sagt Wöll.

 

Wer sich an der Spendenaktion zugunsten des »Deutschen Hauses« beteiligen und einen ideellen Anteil am Gebälk »erwerben« möchte, erhält bei Manfred Wöll nähere Informationen: Telefon 0 60 32/3 21 63, E-Mail mwoell42@gmx.de.

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