Konflikte im Verein lösen

26. September 2017, 20:45 Uhr
VHS-Leiterin Antje Heerdt (r.), Kursleiterin Sabine Hornig (M.) und VHS-Dezernent Jan Weckler (2. v. l.) mit der Teilnehmern der Fortbildung »Konfliktmoderation«. (Foto: prw)

An der Volkshochschule in Friedberg gibt es eine neue Fortbildungsreihe, die in Zusammenarbeit mit dem Sportkreis Wetterau entstanden ist. Ziel ist es, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, Konflikte im Verein gut lösen zu können.

»Mit dem Start der Fortbildung ›Konfliktmoderation‹ in Kooperation mit dem Sportkreis ermöglichen wir eine gezielte Förderung der Wetterauer Vereine«, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und VHS-Dezernent Jan Weckler beim Startschuss für die Reihe.

Die Teilnehmer werden während der Fortbildung als Konfliktmoderatoren ausgebildet. Zum einen sollen Konflikte insgesamt besser bearbeitet und professioneller angegangen werden, zum anderen sollen die Vereine bei vereinsinterner und äußerer Kommunikation unterstützt werden.

Wenn es zwischen Sparten knallt

Ein konkretes Beispiel: Konflikte können in der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen auftreten. Dann sollen die Konfliktmoderatoren als Bindeglieder zwischen Schule und Vereinen auf den laufenden Prozess der Kooperation positiv einwirken. Bei der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen geht es beispielsweise um die gemeinsame Nutzung von Sportstätten oder Angebote der Vereine im Rahmen des Ganztagsprogramms an Schulen.

Häufig treten aber auch innerhalb von Vereinen Konflikte auf, etwa zwischen einzelnen Vereinsmitgliedern oder auch zwischen den einzelnen Sparten. Das gemeinsame Projekt des Wetteraukreises und des Sportkreises zielt darauf ab, für mögliche Konflikte nach innen und außen eine Zwischenebene einzubauen und Experten auszubilden, die auf die teilweise schwierige Gesprächsführung vorbereitet sind. »Wir möchten so das Ehrenamt stärken. Gleichzeitig können die Teilnehmer in ihrer persönlichen Entwicklung von dem Gelernten profitieren«, sagte Weckler.

Der Vorsitzende des Sportkreises, Jörg Wulf, zeigte sich erfreut über die Unterstützung des Wetteraukreises und hat kräftig die Werbetrommel bei den Vereinen gerührt. »Dieses wichtige Projekt unterstützen wir gerne«, sagte Wulf. Dass der Mehrwert der Fortbildungsreihe groß ist, auch darin sind sich Weckler und Wulf einig.

Sieben Vereine machen mit

Die VHS hat mit Kursleiterin Sabine Hornig eine externe Ausbilderin beauftragt, die den Teilnehmern in acht Terminen unter anderem Gesprächsrhetorik, Wahrnehmung, Konfliktarten sowie -entstehungen, das Moderieren, das Visualisieren und verschiedene Kommunikationstechniken beibringen wird. Auch die organisatorische und mentale Vorbereitung von Konfliktgesprächen ist Bestandteil der Fortbildung.

»Zunächst starten wir die Fortbildung mit neun Teilnehmern aus sieben Vereinen«, sagte Weckler. Sie kommen von Vereinen aus dem ganzen Kreisgebiet, aus Gambach, Florstadt, Rosbach, Reichelsheim, Karben, Büdingen und Butzbach. »Wenn die Fortbildung von den Vereinen weiterhin gut angenommen wird, kann es zu einer Neuauflage kommen«, kündigte Weckler an. Ziel sei es, auch auf diesem Weg die vor allem ehrenamtliche Vereinsarbeit zu stärken – dazu sollen die neuen Konfliktmoderatoren beitragen.

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