Drei Millionen für Infrastruktur

01. Dezember 2017, 20:11 Uhr
Die größte Investition im Haushalt 2018 ist der Straßenbau: 680 000 Euro sollen in den Neubau der Erzbornbrücke als Zufahrt zum Maiberg fließen. (Foto: hau)

Das Procedere ist fast immer das gleiche: Der Bürgermeister legt dem Parlament den Haushaltsplan vor. Das verweist das Zahlenwerk zur Beratung in die Ausschüsse. Nach mehr oder weniger großem »Streichkonzert« stimmen die Gemeindevertreter dann im frühen Frühjahr über das Budget fürs laufende Jahr ab.

Am Donnerstagabend stellte Ober-Mörlens Rathauschef einmal mehr einen ausgeglichenen Entwurf vor: 12,4 Millionen Euro stehen im Plan auf der Einnahmenseite, 12,04 Millionen Euro auf der Ausgabenseite. Der errechnete Überschuss betrüge Wetzstein zufolge 378 565 Euro. Sein Fazit: »Der vorgelegte Haushalt enthält eine Vielzahl sinnvoller investiver Maßnahmen, deren Verwirklichung zur weiteren Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards in unserer Kommune beitragen wird.«

Der Gemeindevorstand habe sich auf Vorhaben mit dem größtmöglichen Kosten-Nutzen-Proporz konzentriert, die außerdem innerhalb eines Haushaltsjahres mit dem verfügbaren Personal weitestgehend umgesetzt werden können. Der Schulterschluss zwischen Gemeindevertretung und -vorstand, Verwaltung und Bürgern sei unerlässlich, um die kommunale Selbstverwaltung aufrecht halten zu können, appellierte Wetzstein an sachliche Auseinandersetzungen und zeigte sich überzeugt, eine gute Diskussionsgrundlage geliefert zu haben.

Weniger Geld vom Land

Am Fuße seiner letzten Haushaltsrede dankte Wetzstein nach 20 Jahren im Gemeindevorstand (er wird nicht für eine neue Amtszeit kandidieren) den Mitarbeitern, die »auch diesmal konstruktiv sachlich und mit hoher Fachkompetenz an der Erstellung des Zahlenwerkes mitgearbeitet haben«.

Den Löwenanteil bei den nicht investiven Ausgaben machen laut Plan mit vier Millionen Euro die Kreis- und die Schulumlage aus. Das sind umgerechnet 690 Euro pro Kopf im Jahr bei derzeit 5804 Einwohnern. Die Personalkosten folgen mit 2,3 Millionen Euro.

Größter Batzen bei den Einnahmen könnte die Einkommensteuer mit 3,9 Millionen Euro sein. Die Gewerbesteuereinnahmen werden auf 3,3 Millionen Euro veranschlagt. Grundsteuer A und B spülen zusammen voraussichtlich 656 000 Euro in den Gemeindesäckel. Wermutstropfen ist die kleine Schlüsselzuweisung von 280 000 Euro (also 680 000 Euro weniger als im vergangenen Jahr).

Der Plan sieht überdies Infrastruktur-Investitionen von 3,06 Millionen Euro vor. Für den Ausbau der evangelischen Kita in Langenhain-Ziegenberg will die Gemeinde als Gebäudeeignerin 443 000 Euro in die Hand nehmen und erwartet einen Landeszuschuss von 90 000 Euro. Dem Ausbau der katholischen Kita in Ober-Mörlen will die Kommune 50 000 Euro zuschießen.

Die Ortskernsanierung soll für 192 000 Euro fortgeführt werden, 122 000 Euro davon werden sollen in die Dachbodendämmung im Schloss und für die Neugestaltung der beiden Plätze in der Mühlgasse fließen. Auch private Maßnahmen sollen weiter gefördert werden. Dazu kommt ein Zuschuss von 110 000 Euro aus Landes- und Bundesmitteln. Die Feuerwehr soll einen Geräte- und einen Rollwagen für insgesamt 184 000 Euro bekommen.

Für den Abschluss der Kanalarbeiten in der Jahnstraße sind 50 000 Euro veranschlagt, für weitere Kanalarbeiten 160 000 Euro. Für die Wasserversorgung will die Kommune mit 520 900 Euro den zweitgrößten Einzelbatzen ausgeben. Die größte Investition sollen in den Straßenbau fließen: 680 000 Euro in den Neubau der Erzbornbrücke als Zufahrt zum Maiberg (Förderung durch das Land voraussichtlich 408 000 Euro). Für die Parkplätze in der Elisabethenstraße und im Haingraben sind zusammen 136 000 Euro veranschlagt, für die Jahnstraße noch einmal 160 000 Euro, wobei mit entsprechenden Einnahmen durch Anliegerbeiträge zu rechnen sei, sagte Wetzstein.

Den Umbau des ehemaligen »Laden im Lettig« zu Wohnungen würde die Gemeinde gerne mit veranschlagten 157 000 Euro abschließen. Planungskosten für weitere Straßenerneuerungen könnten mit 107 800 Euro zu Buche schlagen, der Friedhof mit 60 000 Euro, neue Straßenlaternen mit 27 600 Euro.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Ausschüsse
  • Euro
  • Evangelische Kirche
  • Haushaltsplan
  • Infrastruktur
  • Jörg Wetzstein
  • Services und Dienstleistungen im Bereich Beratung
  • Ober-Mörlen
  • Annette Hausmanns
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.
0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.