Zweite Moschee entsteht im Gewerbegebiet West

Friedberg (ütz). In absehbarer Zeit wird Friedberg eine zweite Moschee haben. Gebaut wird sie von der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde (Ahmadiyya Muslim Jamaat, AMJ), die dafür Anfang vergangenen Jahres von der Stadt ein rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet West erworben hat.
23. Mai 2012, 10:38 Uhr
Das Gelände zwischen DHL und JVC (Gebäude im Hintergrund), das die Ahmadiyya-Gemeinde für den Bau ihrer Moschee gekauft hat. Hier findet am nächsten Dienstag eine symbolische Grundsteinlegung mit dem Religionsführer statt. (Foto: Nici Merz)

Es liegt auf einem Streifen zwischen JVC und dem Gewerbekomplex Subway/DHL schräg nördlich gegenüber des Globus-Baumarkts. Obwohl mit dem Bau erst im nächsten Jahr begonnen werden soll, wie der Sprecher der Gemeinde, Azmat Ahmad, berichtet, wird es dort am kommenden Dienstag ein größeres Ereignis geben: Das Oberhaupt der weltweiten Ahmadiyya-Gemeinde, Hazrat Mirza Masroor Ahmad – er wohnt in England – kommt zu einer symbolischen Grundsteinlegung. Der Kalif hält sich einmal im Jahr in Deutschland auf, die Friedberger Gemeinde ist eine von fünfen, die er diesmal besuchen wird. 400 geladene Gäste werden zu dem Akt erwartet.

Wie Azmat Ahmad erläuterte, steht der Kalif der heute größten rein religiös organisierten Gemeinde der islamischen Welt mit mehreren zehn Millionen Mitgliedern vor. Die AMJ wurde 1889 in Indien gegründet und ist heute in 195 Ländern verbreitet. In Deutschland hat sie rund 30 000 Mitglieder, in der Friedberger Gemeinde sind es rund 300.

Die Moschee – ein Bauantrag wurde noch nicht gestellt – werde nur Gebetszwecken und Gemeindetreffen dienen, sagte Ahmad. Sie werde zwei große Gebetssäle, einen Mehrzweckraum, ein Büro, eine Küche und einen Technikraum erhalten. Das Minarett darf nach Vorgaben der Stadt eine Höhe von 9 Metern nicht überschreiten, die Kuppel darf 7,50 Meter hoch werden und die Außenwände 4,5 Meter. 20 Parkplätze entstehen.

Bürgermeister Michael Keller ist am Dienstag ebenfalls eingeladen und wird ein Grußwort sprechen. Wie er sagte, wurde das Gewerbegebiet – auch – für Zwecke wie diese ausgewiesen: neben Handel und Gewerbe auch für religiöse Bauwerke.

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