Tiere aus neuer Hütte beobachten

15. März 2013, 20:13 Uhr
Geehrt und verabschiedet (v. l.): Wolfgang Ahrens, Kersten Pipp, Karsten Stöpner und Matthias Stör. (Fotos: mow)

Zwei Anträge des Forstamts Nidda für eine neue Beobachtungshütte am Bingenheimer Ried seien von der Gemeinde Echzell abgelehnt worden, erinnerte Udo Seum, Vorsitzender der Bingenheimer NABU-Gruppe, während der Jahreshauptversammlung. Dennoch habe der Vorstand der Naturschützer nach einem Termin mit dem Bürgermeister die Zustimmung für den Bau einer zweiten Hütte erwirkt. Sie solle im kommenden Jahr auf einem kleinen Hügel im Westen des Rieds errichtet werden. Der Aufgang zur Hütte solle barrierefrei gebaut werden.

Nachdem Seum an die wichtigsten Ereignisse im abgelaufenen Vereinsjahr, etwa die Amphibienumsetzung und die Winterwanderung, erinnert hatte, blickte Jugendleiter Hans-Martin Seisler auf 2012 zurück. Er berichtete von der Gründung einer Bambini-Gruppe, die er gemeinsam mit Franziska Plöschner leitet. Etwa alle zwei Wochen treffen sich zehn Kinder, um die Natur besser kennenzulernen. »Die Kinder sind fit, selbstständig und immer mit viel Spaß dabei«, sagte Seisler.

Nach dem Bericht der Kassenwartin Helga Ahrens und dessen Prüfung wurde der Vorstand entlastet. Phillip Stör und Daniel Hahn wurden zu neue Kassenprüfern bestimmt.

Zudem standen die Neuwahlen des Vorstands auf dem Programm. Die gesamte Führungsspitze wurde einstimmig im Amt bestätigt. Vorsitzender bleibt Udo Seum, Vize-Vorsitzender ist weiterhin Norbert Fleischer. Josef Tiefenbach bleibt Schriftführer, Helga Ahrens Rechnerin, Jugendleiter ist nach wie vor Hans-Martin Seisler, seine Vertreterin bleibt Franziska Plöschner. Sven Schuchmann ist noch immer zuständig für den Internetauftritt der Gruppe, Beisitzer sind Siegfried Schmitz, Marco Ahrens, Oliver Schwab, Veronika Pigorsch, Karlheinz Schäfer und Rolf Braun.

Wolfgang Ahrens geehrt

Kersten und Jürgen Pipp sowie Jens, Dagmar, Patrick und Pascal Ruppel wurden für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrt, Wolfgang Löber für 25 Jahre. Karsten Stöpner erhielt eine Auszeichnungen für seine Arbeiten an einem »Fledermausfreundlichen Haus«, Matthias Stör wurde wegen seines Umzugs als langjähriges Mitglied verabschiedet.

Die Ernennung von Wolfgang Ahrens zum zweiten Ehrenmitglied des Vereins wurde von den Anwesenden mit Begeisterung aufgenommen. »Er ist ein Mann der ersten Stunde, der immer mit viel Liebe und Leidenschaft dabei ist«, sagte Udo Seum.

Einen Abschluss fand das Treffen der NABU-Gruppe mit einer Präsentation von Udo Seum über den Vogel des Jahres, die Bekassine. Das Tier, das sich überwiegend von Insekten, Stechmücken und Regenwürmern ernährt, lebt auch im Bingenheimer Ried. Dort findet die Bekassine einen idealen Lebensraum. Von rund 100 Brutpaaren in ganz Hessen lebten 20 im Ried, wusste Seum. Um die vom Aussterben bedrohte Art zu retten, müssten viele Moore renaturiert und mehr Biotope gepflegt werden. Die NABU-Gruppe Bingenheim kümmere sich um das Bingenheimer Ried und gehe mit gutem Beispiel voran.

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