Büdingen

500000 Dominosteine und vier Rekorde

18. August 2014, 18:08 Uhr
Die 500 000 von Team aufgestellten Dominosteine sind in verschiedene Themenbereiche – die Jahreszeiten – unterteilt. Beim Frühling gibt’s natürlich auch Frühlingsgefühle zu sehen.

Rund 700 Zuschauer verfolgten gebannt, wie die Steine der Reihe nach umfielen.

Unter dem Motto »The Year in Domino – A Festival of Colors« stellten die jungen Männer an 16 Tagen knapp 500 000 Dominosteine auf. Zur Kostendeckung und Realisierung der Veranstaltung trugen fünf Sponsoren bei, darunter Rainer Lapp von den Büdinger Rewe-Märkten. Lapp nahm um 21.49 Uhr auch den Anstoß der 18 Minuten dauernden Kettenreaktion vor. Den Rekord für den größten gefallenen Domino-Kreis erzielten Sinner und sein Team mit 54 321 Steinen.

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Für den zweiten Rekord, die meisten gefallenen Dominosteine unter Wasser, fielen 10 489 bunte Plastiksteine um. Sinner konnte auch den dritten derzeit offiziellen Guinness-Weltrekord überbieten: Weißrusse Alexander Bendikov hatte im Juli 2011 ganze 1036 Dominosteine auf einem Stein gestapelt. Bei Sinner waren es 1055. Den Rekord holte er allerdings schon am vergangenen Dienstag um 10.12 Uhr. »Der Stapel stand eine Stunde, 26 Minuten und elf Sekunden«, sagte Olaf Kuchenbecker, Rekordrichter vom Rekord-Institut für Deutschland.

Ein Projekt missglückt

Durch die drei geholten Weltrekorde brach Sinner auch den Deutschen Rekord, der sich auf die meisten umgefallenen Dominosteine auf deutschem Boden bezieht. Bereits seit 2008 wollte er diesen Rekordversuch in Angriff nehmen, berichtete der junge Mann aus Kefenrod, der bereits in den vergangenen Jahren Domino-Rekorde geknackt hat. Der offizielle Deutsche Rekord vom 5. September 2010 lag bis Samstag bei 435 847 gefallenen Steinen. Aufgestellt hatte ihn das Teams um Philipp Zimmermann und Michael Hörmann aus Buchloe (Bayern). Sinner schaffte es, legte die Latte der meisten in Kettenreaktion gefallenen Steine nach oben: 472 209 Dominosteine fielen am Samstagabend in Büdingen. Notar Kurt Weckesser aus Ortenberg hatte die Zählung der Steine im Vorfeld übernommen, Rekordrichter Kuchenbecker die Einhaltung der Regularien und somit die Gültigkeit der Rekorde am Tag der Veranstaltung überprüft.

Das Team um Sinner hatte die Dominosteine in vier Themenbereiche unterteilt: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jeder Bereich war nochmals in drei Projekte gegliedert, zudem gab’s zahlreiche Spezialeffekte zu sehen. Spezielle Dominosteine führten die Kettenreaktion auch unter Wasser weiter, andere Steine verwandelten eine schwarze Fläche nach dem Umfallen in eine strahlende Sonne. Bei einem WM-Logo fiel das entscheidende Tor. Ein Kürbis-Motiv und ein Geist waren der Einstieg in das Projekt »Builders Challenge«. Zwei der Aufbauer mussten in 20 Sekunden einen Holzbalken mit aufgebauten Dominosteinen auf zwei Meter Höhe ziehen, damit die Kettenreaktion dort fortgesetzt werden konnte. 15 000 Dominosteine sollten bei diesem Projekt fallen, das jedoch missglückte.

Optisch eindrucksvoll war das größte von einer Domino-Gruppe jemals aufgebaute Motiv: Auf einer Fläche von 45 Quadratmetern standen 81 810 Steine. Darauf zu sehen: Die erleuchtete Oper von Sydney samt Feuerwerk.

Sinners Domino-Karriere läuft bereits einige Jahre, begann 2005 im Haus seiner Eltern, durch das sich die fallenden Steine ihren Weg bahnten. 2008 wurden sie durch professionelle Steine ersetzt. 2009 bebaute Sinner in der Kefenroder Turnhalle einen Raum mit 22 222 Dominosteinen. 2011 baute er erstmals Motive in die Kettenreaktion ein. Im Januar 2012 schaffte Sinner mit der größten Domino-Spirale der Sprung in das Guinness-Buch der Rekorde. Seitdem finden seine Rekordversuche jährlich statt.

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