Büdingen

Domino: Patrick Sinner wagt zwei Weltrekordversuche

12. Juli 2013, 19:13 Uhr
Patrick Sinner hat viele Helfer, die ihn bei dem Aufbau und der Organisation der Dominosteine unterstützen (v. l.): Werner Liebesch, Gerhard Sinner, Michael Kühn, Patrick Sinner, Christian Bernges, Dustin Grünwald und Justin Kühn. (Fotos: Lori)

Aufgeregt sei er nicht, sagt Patrick. Tausende Steine stapeln sich bereits in der Wilhelm-Lückert-Halle in Büdingen, wo der Versuch starten soll. Acht Tage dauert der Aufbau.

Zum Glück muss Patrick Sinner die Steine nicht allein aufbauen, sechs Helfer stehen ihm zur Seite. In der Halle stapeln sich ungezählte Kisten, die mit bunten Steinen gefüllt sind. 24 Haupt- und mehr als 250 Nebenfarben sind bekannt. Die, die für den Rekordversuch benötigt werden, sind genau abgezählt und in Kisten verpackt. Versiegelt hat sie der Ortenberger Notar Kurt Weckesser.

2012 brach Patrick mit seinen Freunden drei Weltrekorde, was ihm Einträge ins Guinness-Buch der Rekorde bescherte. Mit 128 000 Steinen auf 30 Metern brachte er die längste Domino-Mauer zu Fall, mit 13 486 Steinen die größte Pyramide und mit 33 533 die größte Spirale. Wie viele Steine er dieses Mal aufbauen wird und welche zwei Rekorde er brechen will, verrät er noch nicht.

Unterstützung bekommt der 16-Jährige auch von Dr. Susanne Gebauer, der scheidenden Schulleiterin des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums. Sie hat sich dafür eingesetzt, dass ihr Schüler und sein Team die Halle in den Sommerferien vom Wetteraukreis kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Mit dabei sind Patricks Großväter Gerhard Sinner und Werner Liebesch. Sinner stellt das Jahr über Scheune und Stall seines Anwesens als Lagerplatz für die Dominosteine zur Verfügung, übernimmt Fahrdienste und organisatorische Dinge. Er zahlte auch die ersten Steine.

Patricks Rekordversuche sind dem »Domino-Day« angelehnt, der von 1998 bis 2009 auf RTL ausgestrahlt wurde. Auch Patricks Leidenschaft ist ansteckend: Mit Mathias Ritter und Marcel Pürrer fliegen sogar zwei österreichische Unterstützer ein, Sascha Wilzewski aus Lehrte bei Hannover ist ebenfalls mit im Team. Klar, dass Patrick umgekehrt auch für sie Domino-Aufbauarbeit leistet, wenn’s drauf ankommt.

Freunde planen seit zehn Monaten

Die Freunde Christian Amann, Christian Bernges, Dustin Grünwald, Julian Kaufmann, Justin Kühn, Gianluca Liebesch, Lukas Prinz und Irina Zettl tüfteln mit Patrick an immer neuen Themen. »Enjoy your life«, »Genieß dein Leben«, lautet diesmal das Motto. Die Kettenreaktion ist unterteilt in sechs Themen mit 22 Motiven, die alle miteinander verbunden sind. »Sie sind in den letzten zehn Monaten Planung entstanden«, erzählt Patrick. Sein Freund Dustin entwickelte ein Programm, um zu berechnen, wie viele Steine in welcher Farbe nötig sind, um ein Motiv zu gestalten.

Eine arbeitsreiche Zeit liegt hinter dem Team. Stress bedeutet auch der achttägige Aufbau in der Halle, der Geschick, Konzentration und Teamarbeit abverlangt. Erstmals sollen die Dominosteine beleuchtet werden, um eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Hierbei hat Nachbar Walter Betz geholfen.

Egal, wie es heute Abend ausgeht: Auch für 2014 hat Patrick schon eine Idee. Hoffentlich reicht dann die Wilhelm-Lückert-Halle noch aus. Hier findet die Veranstaltung bereits zum zweiten Mal statt. 2008 hatte Patrick die Bühne der Mehrzweckhalle in Kefenrod genutzt, danach die dortige Turnhalle. Denn wegen der ständig steigenden Anzahl der Steine benötigt Patrick immer mehr Platz. Das stellt übrigens auch das größte Familienauto vor Schwierigkeiten: Für den Transport der Steine hat Patrick den Transporter eines Bäckers geliehen bekommen.

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