Bald kostenloses WLAN an DGHs

16. Februar 2017, 19:00 Uhr
Ehrenamtliche Helfer sind in der Gemeinde nach wie vor unverzichtbar. Hier wird mit Kindern ein Insektenhotel gebaut. (Foto: pm)

Vor drei Jahren übernahm Dietmar Krist das Amt des Bürgermeisters in Antrifttal. Nach der Hälfte der Amtszeit zieht er Bilanz und wirft einen Blick nach vorn. Die Ausgangssituation war zu Beginn des Jahres 2014 schwierig. Die desolate Haushaltslage der vergangenen Jahre prägte das Bild. Antrifttal war im ersten Jahr des Schutzschirms. Gleichzeitig war mit dem Bau des Gemeindezentrums in Ruhlkirchen begonnen worden.

Inzwischen konnten die zusätzlichen Kosten finanziert werden, und die Kriterien des Rettungsschirms für 2015 und 2016 werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt. Der Haushaltsentwurf wird für 2017 ein deutliches Plus von über 120 000 Euro ausweisen. Diese Kraftanstrengungen seien nicht ohne Erhöhung der Grundsteuern zu schaffen. »Aber dadurch zahlen wir erstmals seit Jahrzehnten Schulden zurück.«

Trotz der angespannten finanziellen Situation ist es gelungen, Projekte mit großer positiver Wirkung für die langfristige Entwicklung der Gemeinde auf den Weg zu bringen. Der Kindergarten wurde renoviert. Es gibt aufgrund der großen Kinderzahl eine zusätzliche Gruppe und es ist eine Ausdehnung der U3-Betreuung auf den Nachmittag vorgesehen. Mit dem Schulverbund ist die Zukunft der Grundschule Katzenberg gesichert. Der Landtourismus soll am Stausee aufgewertet werden. Die Sanierung und Erweiterung des Seehotels mit Bootssteg und Seebühne trage dazu bei. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird derzeit bekanntlich untersucht, wie Kirtorf und Antrifttal noch enger zusammenarbeiten können.

Der Breitbandausbau wird kommen, die Planungen werden derzeit konkretisiert. Im Mobilfunk wurden ebenfalls die Weichen gestellt. Es sei nur schade, dass der Bau des Mastes bisher noch nicht realisiert wurde. Antrifttal werde in Kürze die einzige Landgemeinde im Vogelsbergkreis sein, die kostenloses WLAN rund um ihre Dorfgemeinschaftshäuser bietet. Mit dem Eintracht-Fanclub wurde für das DGH Seibelsdorf ein dauerhafter Mieter gefunden.

Der massive Ausbau der Windkraft in Antrifttal sei Folge der Energiewende, die auf Bundesebene beschlossen wurde. »Hiermit müssen wir vor Ort umgehen. Mit unseren geringen Einflussmöglichkeiten ist es uns gelungen, dass zumindest ein Windrad auf Gemeindegrund realisiert werden kann. So wird die Gemeinde zumindest nun von einer Anlage direkt profitieren.«

Ehrenamtlich werde Hervorragendes geleistet, etwa bei der Flüchtlingsbetreuung. Am Tag des Dorfes werden zahlreiche Projekte umgesetzt, sei es der Bau einer Grillhütte, das Neuanlegen von Beeten oder die Gestaltung der Friedhöfe.

Insgesamt könne man aber mit der Entwicklung der Gemeinde zufrieden sein. Im Ausblick bleibe festzuhalten: 2017 werde ein spannendes Jahr. Neben den Themen der Politik wie Breitbandausbau und Interkommunale Zusammenarbeit gibt es auch zahlreiche Jubiläen: zehn Jahre Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Rosora, 30 Jahre DGH Ohmes und in Seibelsdorf das Jubiläum des Backhauses sowie die 750-Jahrfeier. Hier wird gerade von den Vereinen und im Ehrenamt viel bewegt.

Aber auch baulich tue sich einiges. Die Erneuerung der Seibelsdorfer Brücke wird im Frühjahr begonnen und mit den Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms werden die Straßen repariert und die Heizungen in den Gemeinschaftseinrichtungen auf den neuesten Stand gebracht.

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