Vom Petersgraben bis zur Nordsee

28. Juni 2017, 19:39 Uhr
(v.l.) Ottfried Weber (Vorsitzender Arbeitsgruppe Naturschutz Jagdverein Hubertus) und Dieter Mackenrodt (Vorsitzender Jagdverein Hubertus) zeigen Dr. Christiane Schmahl (Naturschutz- und Schuldezernentin), Friedrich Fay (Ausschuss Naturschutz) und Dr. Hannelore Steul (Fachdienst Naturschutz Landkreis Gießen) die neu errichteten Tafeln auf dem Bachlehrpfad. (Foto: pm)

Bäche und Flüsse sind komplexe Ökosysteme und haben eine große Bedeutung für den Wasserkreislauf. Interessierte können sich darüber auf dem neuen Bachlehrpfad am Petersgraben im Markwald Grüningen informieren. Geplant und aufgestellt wurden die fünf Lehrtafeln von der Arbeitsgruppe Naturschutz des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung mit finanzieller Unterstützung durch den Fachdienst Naturschutz des Landkreises Gießen.

»Nur was man kennt, kann man auch schützen«, sagt Dr. Christiane Schmahl, Dezernentin für Naturschutz im Landkreis Gießen. Daher sei es wichtig, die Zusammenhänge zu zeigen und das Bewusstsein für Naturschutz zu schaffen. Denn wer denke schon daran, dass das Wasser aus dem Petersgraben über Wetter, Nidda, Main und Rhein schließlich in der Nordsee lande.

Der Bachlehrpfad in der Nähe des Vereinshauses bei Garbenteich ist Teil der pädagogischen Arbeit. Das Konzept dafür stammt von Gabriele Winter aus der Arbeitsgruppe Naturschutz des Jagdvereins Hubertus. Viel ehrenamtliches Engagement der Mitglieder und rund 5600 Euro sind in die Errichtung der Lehrtafeln geflossen. Der Fachdienst Naturschutz des Landkreises Gießen stand dem Jagdverein beratend zur Seite und beteiligt sich mit 2195 Euro an den Kosten.

Naturschutz sei ein wichtiger Bestandteil der Jagd, erklärt Dieter Mackenrodt, Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus und Vizepräsident des Landesjagdverbands Hessen. »Der Schutz der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt ist unser Ziel. Dazu gehört es auch, bereits die Jüngsten für dieses Thema zu sensibilisieren.« Deshalb sollen Gruppen aus Kitas und Schulklassen zu Ausflügen an den Petersgraben kommen. »Wir haben Fachleute, die die Lehrkräfte mit einem spannenden Programm für die Kinder unterstützen«, erklärt Ottfried Weber, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naturschutz des Jagdvereins. So sind die Kleinlebewesen im Wasser, die Aufschluss über die Wasserqualität geben, nicht nur auf einer Tafel zu sehen. »Mit Gummistiefeln und Becherlupen können die Kinder sie auch im Bach erforschen«, sagt Weber.

Über dieses ehrenamtliche Angebot an die Schulen freut sich Schuldezernentin Christiane Schmahl. »Durch Ganztagsschule und Betreuung verbringen die Kinder immer mehr Zeit in der Schule. Sie haben weniger Gelegenheit als früher, Zeit in der Natur zu verbringen. Es ist daher wichtig, Angebote zum Erleben und Verstehen von Natur in die schulische Betreuung zu integrieren.«

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