Per GPS zu roten Bächen und Spukschlössern

Sie kennen Bad Nauheim wie ihre Westentasche? Kennen jedes versteckte Plätzchen und wissen alles über die Geschichte der Stadt? Das haben wir auch gedacht – bis wir, bewaffnet mit einem GPS-Gerät und einem Aufgabenzettel, losgezogen sind, um die Kurstadt von einer ganz neuen Seite kennenzulernen.
28. September 2017, 11:16 Uhr

Wussten Sie, dass es in Bad Nauheim Pferde mit Schwimmhäuten an den Hufen gibt? Ich auch nicht. Gibt es aber. Wo, das darf ich nicht verraten. Sonst ist ja der ganze Entdeckerspaß verdorben, und um den geht es ja beim Geocaching. »Geo was?«, mag sich der ein oder andere nun fragen. Hier die Antwort: Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd, bei der man anhand von Koordinaten bestimmte Punkte mit einem GPS-Empfänger (GPS: Abkürzung aus Global Positioning System, ein satellitengestütztes Navigationssystem) ansteuert. Dort findet man dann einen sogenannten Cache, also etwas, das jemand anderes dort versteckt hat. Das Tourismusbüro Bad Nauheim hat den Trend aufgegriffen und bietet eine City-Caching-Tour durch die Kurstadt an. Und so funktioniert’s: Einfach die vorprogrammierten GPS-Geräte für eine Gebühr von 8 Euro pro Gerät bei der Tourist Information in den Kolonnaden ausleihen und los geht’s. Also theoretisch. In unserem Fall dauert es noch einen Moment, bis es losgehen kann, denn obwohl die Dame vom Tourismusbüro versichert, dass das Bedienen des GPS-Geräts »ganz einfach« ist, sind wir mit der beigefügten Anleitung erst mal überfordert. Nach ein wenig Herumprobieren haben wir aber den ersten Wegpunkt eingestellt und das Gerät zeigt uns mittels Kompass in welche Richtung wir laufen müssen, um ihn zu finden.

»War das echt

schon immer da?«

»Klasse, das ist ja gar nicht weit«, denke ich – das Gerät zeigt auch die Entfernung bis zum Zielpunkt an – und laufe zielstrebig um das Tourismusbüro herum. Bis ich, den Blick fest auf das Gerät geheftet, gegen ein Geländer renne. Ende Gelände. Wie passend: Hier geht’s nicht weiter. Also drehen wir um, gehen außen rum und schon bald ist der erste Punkt gefunden. Wir stehen vor einer Sehenswürdigkeit, die mir in meinem ganzen Leben noch nicht aufgefallen ist. »War das echt schon immer da?«, frage ich meine Begleiterin, Fotografin Nici Merz, die mir das versichert und lachend auf den Auslöser drückt.

Wir laufen weiter fröhlich durch Bad Nauheim, beäugen aufmerksam alle Sehenswürdigkeiten, Info-Tafeln und Gebäude, die uns begegnen, und beantworten alle möglichen Fragen rund um die Bad Nauheimer Stadtgeschichte. An manchen Wegpunkten ist körperlicher Einsatz gefragt: So muss

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