Als »Universalanarchie« und »Weltkuddelmuddel« hat der Dichter und
europäische Weltbürger Heinrich Heine die revolutionären Ereignisse des
Jahres 1848 in Deutschland bezeichnet. Heine äußerte mehrfach seine
Skepsis über die »romantischen Träumereien« der Revolutionäre. Und mehr
als Träumereien waren es am Ende auch nicht. Rückblickend lässt sich
feststellen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gar keine Revolution
wollte, »weil sie deren Erfolgschancen niedriger einschätzte als den
Weg allmählicher Veränderung«, wie der Historiker Wolfgang Schieder
einmal geschrieben hat.
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