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Kanada giert nach erstem Gold - Kein Schneeteppich

Artikel vom 09.02.2010 - 21.18 Uhr

Kanada giert nach erstem Gold - Kein Schneeteppich

Vancouver (dpa) - Mit kühlem Kopf treffen die Kanadier die letzten Vorbereitungen für die Winterspiele. Die Aussicht auf ihr erstes Gold als Gastgeber nach den Nullnummern 1976 in Montreal und 1988 in Calgary versetzt sie jedoch in höchstes Olympia-Fieber.
Ehre
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IOC-Vizepräsident Thomas Bach trägt die Fackel mit einem Lächeln.
© dpa
«Es wird Zeit, dass es losgeht. Wir würden uns gerne von dieser Last befreien. Ich würde gerne für 15 Sekunden in den Kopf des Athleten schlüpfen, der als erster Kanadier auf heimischen Boden die erste Goldmedaille gewinnt», sagte John Furlong. Der Organisationschef der Winterspiele in Vancouver verteidigte die hohen Sicherheitskosten von fast einer Milliarde Kanada-Dollar (665 Millionen Euro).

Bei der Sicherheit dürfe nicht gespart werden, erklärte Furlong. «Aber wir wollen auch, dass alle Besucher eine unvergessliche Zeit haben. Wir wollen ein glückliches Olympia- Theater, das allen Spaß macht», sagte er. 16 500 Sicherheitskräfte sollen für einen störungsfreien Ablauf des Spektakels sorgen.

Die angekündigten Protestaktionen von Anti-Olympia-Aktivisten vor der Eröffnungsfeier am Freitag und am ersten Wettkampftag bereiten ihm keine schlaflosen Nächte. «Ich habe großes Vertrauen, dass unser Sicherheitsteam alles im Griff hat», meinte Furlong, «und ich hoffe, dass die Demonstranten friedlich demonstrieren und nicht die siebenjährige Arbeit eines riesigen Teams zerstören.» 50 000 Eintrittskarten seien im Übrigen an Menschen verschenkt worden, die sich Tickets nicht leisten können.

Die größten Sorgen bereitet den Olympia-Machern weiter das Wetter. Die alpinen und nordischen Skiläufer müssen zum Auftakt ihrer Wettbewerben in der Region um Whistler und Cypress Mountain mit Regen rechnen. Wie der offizielle Wetterdienst in Vancouver meldete, wird es Regen beziehungsweise in den höheren Lagen um Whistler Creekside Schneeregen geben.

Trotz des Schneemangels in Cypress Mountain ist das erste Training der Buckelpistenfahrerinnen jedoch ohne Probleme über die Bühne gegangen. «Man sollte die Schneeproblematik nicht dramatisieren», erklärte Jacques Rogge. Das VANOC und der Ski-Weltverband FIS hätten versichert, es gebe keine Probleme. «Wir haben hier keinen Schneeteppich, aber dies sind ja grüne Spiele», scherzte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Der Belgier räumte aber auch ein, dass ihn das Wetter am meisten beunruhige: «Das war immer so bei Winterspielen.»



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