Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Sport » Lokalsport »

Riesenjubel - Natalia Kubin holt WM-Medaille

Artikel vom 21.08.2009 - 13.31 Uhr

Riesenjubel - Natalia Kubin holt WM-Medaille

Riesenfreude bei der Bad Nauheimerin nach ihrem Sieg über die favorisierte Japanerin Yuki Uchio. Mit dem dritten Rang hat Natalia Kubin sich einen Platz unter den Weltklasseathleten erobert. Niemand hatte im Traum erwartet, und am wenigsten Natalia Kubin selbst, dass sechs Monate nach dem Gewinn des Titels einer Hessenmeisterin nun die Bronzemedaille auf einer Weltmeisterschaft folgen könnte.
MIT HALTEGRIFF hat Natalia Kubin  gegen die Südafrikanerin Bianca Crathhorne gewonnen.
Lupe - Artikelbild vergrössern
MIT HALTEGRIFF hat Natalia Kubin gegen die Südafrikanerin Bianca Crathhorne gewonnen.
531 Judokas gingen bei den ersten Judo-Weltmeisterschaften für die U17 (Jahrgang 93/94) in Budapest/Ungarn an den Start. 74 Nationen mit insgesamt 308 männlichen und 223 weiblichen Judoka in jeweils acht Gewichtskategorien waren vertreten. Unter der Leitung der Bundestrainerin Jana Degenhardt fuhren mit Natalia Kubin (unter 70 kg) die Judoka Andrea Kunitz (unter 40 kg), Emily Dotzler (unter 52 kg), Lea Reimann (unter 63 kg), Carolin Weiß (über 70 kg), Steffen Hoffmann (unter 50kg), Maxi Forstmair (unter 73 kg), Patrick Blauberger (unter 81 kg) und Marius Piepke (unter 90 kg) zur WM.

Die starken Leistungen der deutschen Judoka auf den Europameisterschaften und den Europäischen Olympischen Jugendspielen hatten große Hoffnungen geweckt. So gewannen am ersten Tag Andrea Kunitz und Steffen Hoffmann fast schon erwartungsgemäß jeweils eine Bronzemedaille in ihren Gewichtsklassen.

Unruhe im Team kam dann aber auf, als sich in den folgenden Tagen Emily Dotzler, Maxi Forstmair, Lea Reimann und Patrick Blauberger trotz sehr guter Leistungen nicht platzieren konnten. Es lag daher am letzten Tag ein ganz besonderer Druck auf dem deutschen Team, dem Natalia Kubin erst einmal standhalten musste. Den Auftaktkampf gegen die Südafrikanerin Bianca Crathhorne gewann die Bad Nauheimerin mit Haltegriff. Auch die Montenegroerin Elvira Krasnic musste sich einem Würgegriff vorzeitig beugen. Im Kampf um den Poolsieg traf Natalia Kubin auf die starke Kanadierin Alix Renaud-Roy, die vorher die Holländerin Babette Aggelen und die Ukrainerin Krystyna Mykhailenko ausgeschaltet hatte. Auch hier konnte sich Natalia vorzeitig mit Innenschenkelwurf durchsetzen.

Das Halbfinale verlief dann gegen die amtierende Europameisterin Valeria Ferrari bis kurz vor Kampfende ausgeglichen, ehe Natalia Kubin in einen Würgegriff reinrutschte, aus dem es kein Entrinnen gab. Damit stand Natalia Kubin im kleinen Finale gegen die favorisierte Japanerin Yuki Uchio. Beide schenkten sich nichts und versuchten, den Kampf vorzeitig für sich zu entscheiden. Da keiner sich durchsetzen konnte, ging es in die Verlängerung zum »Golden Score«. Hier überraschte Natalia Kubin die Japanerin mit einer Kombination aus Innenschenkelwurf und Sumi Gaeshi, so dass sie sich die Bronzemedaille sicherte. Weltmeisterin wurde Valeria Ferrari aus Italien, gefolgt von der Silbermedaillengewinnerin Lola Mansour aus Belgien und der zweiten Bronzemedaillengewinnerin Taina Nery aus Brasilien. Carolin Weiß und Marius Piepke machten mit dem Gewinn der Bronzemedaille in ihren Gewichtsklassen das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Mannschaft perfekt.

Mit fünf Medaillen gehört Deutschland hinter Japan (11 Medaillen, 6 Gold), Russland (10 Medaillen, 5 Gold), Korea (6 Medaillen, 2 Gold) und Italien (3 Medaillen, 1 Gold) zu den erfolgreichsten Nationen dieser U17-Weltmeisterschaft. Das enttäuschende Abschneiden der Judon-Nationen Holland (keine Medaille) und Frankreich (2 Medaillen) war wohl weniger auf schlechte Leistungen zurückzuführen, sondern eher auf das rasant gestiegene internationale Niveau dieses dynamischen Sportes. Der Sportdirektor der Europäischen Judounion Vladimir Barta hob hervor, dass auch Nationen wie Kuwait, Venezuela und Dänemark eindrucksvolles Judo auf hohem Niveau gezeigt hätten. Die überragende Leistung des russischen Teams kam für die Experten indes nicht überraschend. (pv/mi)

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 21.08.2009 - 13.31 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang