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SU Nieder-Florstadt: »Geschlossen schlecht - inklusive Trainer«

Artikel vom 08.02.2010 - 14.00 Uhr

SU Nieder-Florstadt: »Geschlossen schlecht - inklusive Trainer«

(kas) Nachdem die HSG Mörlen bereits dem WSV Oppershofen ein Bein stellen konnte, ist ihr Gleiches nun auch auswärts bei der SU Nieder-Florstadt geglückt. Mit 28:26 (14:15) setzte sich die Mannschaft von Sven Tauber gegen den Tabellendritten durch und gab dem TSV Södel an der Tabellenspitze damit Schützenhilfe.
Jubel bei der HSG Mörlen: Während Daniel Hergl (l.) die Faust ballt und Sascha Reuss (rechts daneben) klatscht, ist Torwart Raph
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Jubel bei der HSG Mörlen: Während Daniel Hergl (l.) die Faust ballt und Sascha Reuss (rechts daneben) klatscht, ist Torwart Raphael Kipp (r.) beim 28:26-Sieger aufgesprungen. (Nici Merz)
»Wir haben zu Recht verloren«, konstatiert SU-Coach Maik Schönwetter. »Die Mannschaft war mit den Gedanken wohl schon bei der Faschingssitzung im Anschluss. Wir haben überhaupt nicht die Leistung und das Engagement der letzten Spiele gezeigt.« Dabei verlief die Vorbereitung auf die Mörler gut, und auch im Kader der Florstädter gab es keine Lücken.

Obwohl sich die Hausherren von Beginn an zu viele Fehler leisteten und leichtfertig abschlossen, lag Florstadt bis zum 8:6 (17.) in Front. Hier nahm Tauber eine Auszeit. Trotzdem hatten die Hausherren beim 12:10 und beim 14:12 die Nase noch vorne. Auch zur Halbzeitpause führte Florstadt, wenn auch knapp mit 15:14. »Wir hatten durch Siebenmeter und freie Chancen zahlreiche Möglichkeiten, um uns abzusetzen, die aber leider nicht genutzt wurden«, bedauert Schönwetter.

Das 17:16 (34.) markierte die letzte SU-Führung. Zur mäßigen Gesamtleistung der ersten Halbzeit gesellten sich nun auf Gastgeberseite auch noch viele Fehlpässe. Mörlen ließ sich nicht lange bitten und ging mit 22:19 in Front. In der Folge hatten die Gäste meist mit zwei oder drei Treffern die Nase vorn - so auch beim 25:22. Kurz vor Spielende hatte sich Florstadt noch einmal auf 25:26 (56.) herangekämpft, als sich Schönwetter nach eigener Aussage »einen schweren Fehler« geleistet hat. »Von Beginn an haben wir uns sehr schwer getan mit der harten Mörler Gangart. Vor allem Stoßen und Trikotzerren wurden überhaupt nicht geahndet.« Als Kreisläufer Christian Frank dann (ohne den Ball zu haben) das Trikot über den Kopf gezogen bekam, platzte Schönwetter der Kragen. Seine Beschwerden sorgten für eine Zeitstrafe für die SU, die Mörlen dankbar zum 28:25 nutzte. Die Möglichkeiten, diesen Rückstand wettzumachen, waren für die SU in den letzen 90 Sekunden minimal - die Partie war damit entschieden.

»Wenn man will, kann man bei uns trotzdem von mannschaftlicher Geschlossenheit sprechen - geschlossen schlecht, inklusive Trainer«, meint Schönwetter augenzwinkernd. »Die Niederlage ist ärgerlich, aber verzagen werden wir deshalb nicht«, erklärt der SU-Coach, dessen Truppe am kommenden Samstag eine Pokalpartie gegen Oberligist HSG Kleenheim bestreiten muss. Mörlen hat mit nun 16:18 Punkten ein nahezu ausgeglichenes Punktekonto erreicht und die eigene Position im Mittelfeld der Bezirksoberliga weiter gefestigt.

SU Nieder-Florstadt: Kress, Hoppen; Alexander (3/1), Kipper (6), Jochen Ruhrmann (3), Uwe Ruhrmann (3), Odermatt (3), Lehr, Wolf, Görg, Frank (1), Stübing (5/1), Backes (1), Kuntze (1).

Mörlen: Langer, Falk, Kipp; Reuß (1), Dietz (3), Hergl (6), Ungerwetter (5/4), Becker (2), Philipp Möbs (5), See (5), Birenstock (1), Dönges, Cisek.

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Artikel vom 08.02.2010 - 14.00 Uhr
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