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06.02.2010 - 16.00 Uhr
SC Dortelweil will mit Popiolek die Klasse halten
Innovative Maßnahmen sind für einen Fußball-Verein geradezu ideale Voraussetzungen, um sportlich voran zu kommen. Das weiß zwar jeder, doch nicht allen Klubs ist es mangels finanzieller Voraussetzungen oder wegen fehlenden Personals vergönnt, die Rahmen-Bedingungen wie gewünscht zu verbessern. Beim SC Dortelweil hat man damit, so scheint’s, keine Probleme.
Im Bad Vilbeler Stadtteil sind nämlich nicht nur ein neues Klubhaus, sondern auch ein demnächst zu wählender neuer Vorstand inklusive eines neuen sportlichen Leiters, Siggi Popiolek, seit geraumer Zeit beschlossene Sache. Da passt es natürlich perfekt ins Bild, dass Markus Beierle, der aktuelle SCD-Trainer, seinen Vertrag als verantwortlicher Übungsleiter bereits in der Winterpause der Saison 2009/2010 auf die Meisterschaftsrunde 2010/2011 ausgedehnt hat. Eine Frage bleibt freilich offen: Packt der letztjährige Kreisoberliga-Meister in der Gruppenliga Frankfurt-West den Klassenerhalt, oder müssen Beierle und seine Kaderspieler auf der überregionalen Fußballbühne Ende Mai wieder die Koffer packen und den Rückzug antreten? »Wir steigen nicht ab, da bin ich mir sicher. Mit dem spielerischen Potenzial, das in unserer Mannschaft steckt, brauchen wir uns vor keinem Gruppenliga-Rivalen zu verstecken«, lautet die unmissverständliche Antwort des 37-jährigen Ex-Eintracht-Profis.
Ein Statement, das so oder ähnlich zu erwarten war. Den Beweis, als Gruppenliga-Aufsteiger über genügend Fähigkeiten zu verfügen, die ein bequemes Verweilen jenseits aller Abstiegssorgen ermöglichen, müssen die SCD-Cracks freilich erst noch erbringen. Jedenfalls war von August bis Dezember von diesen Tugenden nur phasenweise etwas zu sehen: Man verlor zehn der 18 Partien, siegte sechs Mal und ergatterte zu Hause gegen Germania Enkheim sowie beim SV Nieder-Wöllstadt zwei Unentschieden. Macht summa summarum 20 Punkte. Wäre es einer weniger gewesen, müsste der SC Dortelweil nicht auf Position elf, also auf der sicheren Seite, sondern - weil die 19-Punkte-Teams Türkgücü Frankfurt, Viktoria/ Preußen Frankfurt und TuS Merzhausen in Sachen Torverhältnis besser ausgestattet sind - auf Abstiegsplatz 14 überwintern. »Knapper geht’s nicht«, weiß Beierle. Nervös macht ihn das nicht: »Denn die ungünstigen Begleitumstände, die zur aktuell prekären Tabellensituation führten, werden sich gewiss nicht wiederholen«.
Zur Verdeutlichung: Den Plan, mal über einen längeren Zeitraum in unveränderter Besetzung anzutreten, war den Dortelweilern lediglich zwischen dem zehnten und 14. Spieltag vergönnt. Fünf Wochen, in denen die Mannschaft bei nur einer Niederlage in Bornheim (0:2) vier Siege über die Frankfurter Vereine Türkgücü, KSV Tempo, Viktoria/Preußen sowie über den FC Rödelheim ergatterte. Man wähnte sich exakt auf Kurs, und zwar Richtung obere Tabellenhälfte.
Ein Trugschluss, denn die letzten vier Duelle vor der Winterpause gingen allesamt verloren und leiteten genau das Gegenteil ein. Die Ursache: Verletzungen, Sperren und berufliche Verpflichtungen. Jene unliebsamen Randerscheinungen, die den Tabellenelften schon in den Monaten August und September begleiteten, zwangen Markus Beierle ab Anfang November erneut zum Improvisieren. Und mit dieser Methode interne Schwächen zu überbrücken, sei, so der Trainer, in der Gruppenliga Frankfurt-West auf Dauer nicht möglich: »Dazu ist diese Klasse viel zu ausgeglichen stark besetzt. Kontrahenten, die man im Schongang bezwingen kann, gibt’s nicht«.
Was besser werden muss, um auch in der kommenden Saison Gruppenliga-Status zu genießen, weiß Markus Beierle ganz genau: »Mehr Konstanz in die Waagschale werfen, in der Defensive konsequenter verfahren und vorne besser treffen«. Die Tormöglichkeiten, die man sich in praktisch allen Begegnungen erarbeitete, standen in keinem Verhältnis zum zählbaren Ertrag, meint der Dortelweiler Coach.
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