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Rote Teufel im Tauziehen um Lanny Gare

Artikel vom 23.12.2012 - 22.00 Uhr

Rote Teufel im Tauziehen um Lanny Gare

(mn/sth) 22 Sekunden vor der Schlusssirene waren die letzten Zweifel ausgeräumt: Eddy Rinke traf aus der neutralen Zone heraus das Tor des EV Duisburg, das Keeper Felix Bick zugunsten einen sechsten Feldspielers verlassen hatte.

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Martin Lee (rechts) zeigt gegen Duisburg »sein bislang bestes Spiel«, wie RT-Trainer Frank Carnevale sagt. (Foto: Nici Merz)
Mit 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) gewann der EC Bad Nauheim das letzte Heimspiel der Vorrunde in der Eishockey-Oberliga West. 1689 Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion - darunter 200 Gäste-Fans, die mit einem Sonderzug angereist waren - vermittelten akkustisch bereits Endrunden-Atmosphäre.

»Die Jungs haben eine gute erste Saisonhälfte gespielt und sollen die nächsten Tage genießen. In der zweiten Hälfte wartet noch eine Menge Arbeit auf uns«, bilanzierte Frank Carnevale, der während der Feiertage rastlos zum Telefonhörer greifen wird. Am Sonntagabend bestätigte der Trainer der Roten Teufel erstmals offiziell das Interesse an der Verpflichtung von Lanny Gare. Der Mittelstürmer, der Bad Nauheim im Sommer nach vier Jahren verlassen hatte, steht offenbar aber auch auf dem weihnachtlichen Wunschzettel von Frank Gentges, dem Trainer der Löwen Frankfurt. »Diese Gerüchte gibt es. Und wer Lanny Gare kennt, der solche ihn schleunigst anrufen und ihm von einem Wechsel nach Frankfurt abraten«, hofft Carnevale in seinen Bemühungen auch auf Unterstützung aus dem RT-Umfeld.

Franz Fritzmeier, Ex-Teufel an der Bande des EV Duisburg, sah den Unterschied erneut in den Altersstrukturen der beiden Mannschaften. Beim Führungstreffer hatte Martin Lee (»Er hat heute sein bislang bestes Spiel gemacht«, sagt Carnevale) den Puck einfach mal in Richtung EV-Tor gebracht (11.), der zweite Treffer (Rinke/15.) resultierte aus einem Abstauber. »Wir selbst hatten im ersten Abschnitt keinen Schuss aus unmittelbarer Tornähe«, bemängelt Fritzmeier. Rinke und Mike Schreiber, der in den kommenden Tagen aufgrund eines Todesfalls in seine kanadische Heimat fliegen wird, hatten den dritten Treffer auf dem Schläger. Diesen erzielte allerdings Chris Stanley, der frei aus halbrechter Position vor das Tor kam (31.). Allerdings: Die Gastgeber konnten gegen eine nimmermüde Mannschaft aus der Wedaustadt den Sack nicht zuschnüren. Der Anschluss durch Denis Frominych (36./während der dritten Powerplay-Situation) erhöhte die Spannung für das Schlussdrittel.

Hier ließen die Roten Teufel nach dem kraftraubenden Spiel vom Freitag schwere Beine erkennen und zielstrebige, konsequente Aktionen vermissen. Erst ein spätes Powerplay (55.) entlastete das Spiel der Roten Teufel, die aus dem Spiel heraus wenige klare Möglichkeiten zuließen und sich zumeist durch Unkonzentriertheiten und Leichtsinn in die Bredouille brachten.

EC Bad Nauheim : Ower - Baum, Schreiber, Ketter, Lee, Pietsch, Pöpel - Oppolzer, Stanley, Rinke, Firsanov, Lange, Strauch, Maaßen, May, Kujala, Striepeke, Schlicht.

EV Duisburg : Bick - Krupp, Opree, Markus Schmidt, Püllen, Woidtke, Hrstka - Hanke, Fischbuch, Fominych, Schöbel, Kreussen, Breitkreuz, Fröhlich, Michael Schmidt, Palka, Raaf-Effertz, Schneider.

Tore : 1:0 (11.) Lee (Firsanov, Pöpel), 2:0 (15.) Rinke (Oppolzer, Baum), 3:0 (31.) Stanley (Baum, Schreiber), 3:1 (36.) Frominych (Fischbuch, Hanke - 5-4), 4:1 (60.) Rinke (5-6). - Strafminuten : Bad Nauheim 6, Duisburg 8. - Zuschauer : 1689.

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Artikel vom 23.12.2012 - 22.00 Uhr
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