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Hautkrebs – Fred Carroll vor Operation

Artikel vom 31.10.2009 - 00.01 Uhr

Hautkrebs – Fred Carroll vor Operation

(mn) Wo ist Fred Carroll? RT-Geschäftsführer Andreas Ortwein beendete am Freitag, kurz nach 22 Uhr, die Spekulationen um die Abwesenheit des Coaches mit einer schockierenden Nachricht: Der Trainer des EC Bad Nauheim ist an Hautkrebs erkrankt. Seine gesundheitliche Situation sei aktuell zwar zufriedenstellend, aber er werde sich Mitte November einer Operation zur Entfernung eines Tumors in der Brust unterziehen. Und erst dann werde man einschätzen können, wie lange der 46-Jährige den Roten Teufeln fehlen wird.
Nachdenklich: Fred Carroll kann derzeit nicht als Coach hinter der Bande stehen.	(Foto: Storch)
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Nachdenklich: Fred Carroll kann derzeit nicht als Coach hinter der Bande stehen. (Foto: Storch)
Bis dahin wird Co-Trainer Marcus Jehner mit Unterstützung von Stefan Himmler das Coaching übernehmen. »Wir sind geschockt. Die Genesung von Fred Carroll steht für uns an erster Stelle«, sagte Ortwein im Rahmen der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Herne merklich bewegt.

Fred Carroll, verheiratet und Vater eines Sohnes, hatte sich kürzlich von Teamarzt Dr. Marco Kettrukat ein Geschwulst an der Brust entfernen lassen. Eine Routine-Untersuchung des Gewebes brachte am Donnerstag vergangener Woche die niederschmetternde Diagnose. Noch am gleichen Abend hatte Carroll seinen Arbeitgeber sowie Teile des Mannschaftsrats informiert - unmittelbar vor dem Spiel gegen Rosenheim wurde das Team in Kenntnis gesetzt. »Natürlich, wir waren entsetzt«, sagt Jan Barta, Mitglied im Teamrat. Dem Wunsch des Trainers nach einer Freistellung für die beiden Spiele am letzten Wochenende wurde entsprochen. Unter dem Duo Jehner/Himmler, das nach telefonischer Abstimmung mit Carroll dessen Vorstellungen weitergegeben hatte, holten die Hessen fünf Punkte aus den Spielen gegen Rosenheim und in Füssen. Am Dienstag dann stand Fred Carroll wieder auf dem Eis. Dass sein Kopf nicht frei war, konnte er den Spielern nicht verbergen. Am späten Donnerstagabend trat der Coach erneut auf die Bremse, sah sich im Gespräch mit Alleingesellschafter Wolfgang Kurz und Ortwein physisch und psychisch außer Stande, sein Team in die Spiele gegen Herne und in Passau zu führen, so dass das Duo Jehner/ Himmler die Leitung übernahm.

Wie lange an dieser Lösung festgehalten wird, ist derzeit noch völlig offen. Sollte Fred Carroll bei einem positiven Verlauf des Eingriffs vielleicht Ende des Monats schon wieder zur Verfügung stehen, sollen Jehner/Himmler diese Zeit überbrücken. Droht der Kanadier dagegen längerfristig auszufallen, »müssen wir uns zu gegebener Zeit natürlich Gedanken machen«, sagt Wolfgang Kurz.

»Unsere Mannschaft hat in den ersten Saisonspielen tollen Charakter gezeigt und wird dies auch in den kommenden Partien zeigen wollen - gerade auch wegen ihres Coaches, in dessen Sinne es ist, den Blick nach vorne zu richten und seinen Weg weiterzugehen, in der Hoffnung, ihn bald wieder an der Bande erleben zu dürfen«, sagt Ortwein.

»Wir wissen, was Fred von uns verlangt. Und er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann«, meint Jan Barta, der durchaus einräumt, die neue Situtuation nur schwer verdrängen zu können. Einen Leistungseinbruch fürchtet der 24-Jährige nicht. »Nein. Wir alle wissen, was mit jeder Partie, mit jedem Punktgewinn auf dem Spiel steht.« Auch fürchtet er keine Autoritätsprobleme angesichts einer Zwischenlösung. »Nein. Da sind wir professionell genug. Und das wäre auch ganz sicher nicht im Sinne von Fred Carroll.«

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Artikel vom 31.10.2009 - 00.01 Uhr
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