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UBS kehrt in Gewinnzone zurück

Artikel vom 09.02.2010 - 15.50 Uhr

UBS kehrt in Gewinnzone zurück

Zürich (dpa) - Die Schweizer Großbank UBS ist in den letzten drei Monaten 2009 erstmals seit fünf Quartalen dank ihres Sparprogramms und einer Steuergutschrift in die Gewinnzone zurückgekehrt. Es wurde ein Gewinn von 1,2 Milliarden Schweizer Franken (820 Mio Euro) erzielt.
UBS
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Nach wie vor leidet die UBS darunter, dass ihr die Kunden nicht mehr vertrauen und Geld abziehen.
© dpa
Das teilte die UBS am Dienstag in Zürich mit. Alle Bereiche, auch die Investmentbank, hätten zum positiven Ergebnis beigetragen. Auf das Gesamtjahr gesehen kamen die Schweizer aber nicht aus den roten Zahlen heraus und verbuchten einen Verlust von 2,7 Milliarden Franken.

Auch der Geldabfluss hält an. Im Gesamtjahr wurden Vermögen von 147,3 Milliarden Franken abgezogen, davon allein 56,2 Milliarden im vierten Quartal. Insgesamt verwaltete die UBS Ende 2009 Vermögen von 2,23 Billionen Franken, was im Vergleich zum Vorquartal einem Minus von 1 Prozent entspricht. Die Bank spricht aber von zahlreichen anderen positiven Faktoren, so dass verglichen mit Ende 2008 sich die verwalteten Vermögen von UBS von 2,17 Milliarden sogar um drei Prozent erhöht hätten.

Konzernchef Oswald Grübel ist überzeugt, dass «mit der Rückkehr zur Profitabilität auch das Kundenvertrauen und unsere Reputation wieder steigen». Die Transformation der UBS sei entschlossen vorangetrieben worden und die Bank sei heute «fokussiert, effizient und robust», sagte er im Schweizer Fernsehen. Der erhöhte Abfluss von Kundengeldern im vierten Quartal sei auf die Steueramnestie in Italien zurückzuführen.

Im Investmentbanking, das in den letzten Jahren hauptsächlich für die tiefroten Zahlen der UBS verantwortlich war, wurde mit einem Quartalsgewinn von 297 Millionen Franken erstmals seit langem wieder ein positives Ergebnis erzielt. Übers ganze Jahr hinweg gesehen betrug der Verlust der Abteilung aber 6,1 Milliarden Franken.

Den fürs vergangene Jahr angekündigten Stellenabbau hat die UBS umgesetzt: So sank der Personalbestand im Laufe des Jahres um 16 Prozent und betrug Ende des Jahres noch rund 65 000 Mitarbeiter. Der Personalabbau war Teil eines Kostensenkungs- und Effizienzprogramms, wodurch sich die Fixkosten der Großbank auf 20,2 Milliarden Franken reduziert haben.

Der Steuerstreit mit den USA, bei dem ein Gerichtsurteil die Auslieferung von Kundendaten blockiert, sorgte für zusätzliche Verunsicherung bei den Kunden. Die UBS sieht keine eigene Handlungsmöglichkeiten mehr. Im Rahmen des Staatsabkommens zwischen der Schweiz und den USA habe sich die UBS verpflichtet, den Schweizer Behörden die erforderlichen Daten auszuhändigen. Dies sei passiert, sagte Grübel. Der Bank bleibe jetzt nichts anderes mehr übrig als abzuwarten, wie die Verhandlungen der beiden Staaten verliefen.

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Artikel vom 09.02.2010 - 15.50 Uhr
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