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Rabattschlacht im Möbelhandel setzt Hersteller unter Druck

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Artikel vom 12.01.2017 - 12.18 Uhr

Rabattschlacht im Möbelhandel setzt Hersteller unter Druck

Köln (dpa) - Die Rabattschlacht im deutschen Möbelhandel setzt die deutsche Möbelindustrie unter Druck. Trotz auch im vergangenen Jahr weiter gestiegener Umsätze könne es zu «Schieflagen einzelner Unternehmen» kommen.
Möbelmesse Köln
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Nur echt mit Schlappen: Das Bett «Canberra» des Herstellers Birkenstock wird bei der Möbelmesse in Köln präsentiert. Foto: Oliver Berg
© dpa
Darüber klagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Dirk-Uwe Klaas, in Köln im Vorfeld der internationalen Möbelmesse IMM (16. bis 22.1.). Schwerpunkte der deutschen Möbelindustrie sind vor allem die Regionen Ostwestfalen und Nord-Bayern.

Knapp 500 vorwiegend mittelständische Betriebe beschäftigen im Deutschland derzeit mehr als 84 000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Unternehmen nur geringfügig um 0,1 Prozent zurückgegangen, während die Zahl der Beschäftigten um 0,4 Prozent gestiegen war.

Durch die von den Möbelhäusern angebotenen Rabatte seien auch die Margen vieler Hersteller in der Vergangenheit immer weiter gesunken, hieß es bei dem Industrieverband. Der «enorme Druck auf die Marge» erschwere dabei dringend notwendige Investitionen in Digitalisierung und neue Techniken.

Sorgen bereiteten den Herstellern auch zunehmende Importe etwa aus Polen. Allein im vergangenen Jahr sei der Anteil der Möbel ausländischer Herkunft im deutschen Handel um weitere zwei Prozentpunkte auf nun 64 Prozent gestiegen.

Mit einem 2016 um 3,5 Prozent auf rund 18 Milliarden Euro gestiegenem Umsatz liege die deutsche Möbelindustrie weltweit auf dem dritten Platz hinter China und den USA. Rund ein Drittel des Umsatzes wurde im Geschäft mit Exporten erzielt. Für 2017 rechnen die Hersteller mit einem weiteren Zuwachs um mindestens zwei Prozent.

Der deutsche Möbelhandel konnte dagegen im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 33,4 Milliarden Euro erwirtschaften und rechnet auch 2017 mit einer weiter steigenden Nachfrage, berichtete der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM), Thomas Grothkopp.



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