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08.11.2010 - 20.16 Uhr
Nach Bluttat bei Zeugen Jehovas: Messerstecher nimmt sich das Leben
Frankfurt/Wetteraukreis (hed/dapd). Der junge Mann, der am Samstag im Zentrum der Zeugen Jehovas im Frankfurter Stadtteil Heddernheim einen 45-jährigen Wetterauer erstochen hatte, ist auf seiner Flucht von einem Zug überfahren worden.
Einen Tag nach der Messerattacke wurde der 22-Jährige aus Oberursel am Sonntag in der Nähe des Bahnhofs Eddersheim im Main-Tanus-Kreis von einem ICE überrollt und tödlich verletzt, wie die Polizei gestern mitteilte. Am Unglücksort wurden Personalpapiere des jungen Mannes gefunden. Die Polizei geht von Selbstmord auf. Es gebe keine Hinweise auf einen Unfall oder Fremdverschulden.
Der 22-Jährige hatte am Samstag im Zentrum der Zeugen Jehovas beim Mittagessen ein 45 Jahre altes Gemeindemitglied aus dem Wetteraukreis erstochen. Am Kuchenbüfett war zwischen den beiden Männern offenbar aus privaten Gründen ein Streit entbrannt, in dessen Verlauf der Jüngere ein Messer von der Kuchentheke nahm und damit auf den Glaubensbruder einstach. Das Opfer starb noch am Tatort. Der Tatverdächtige flüchtete. Nach dem Zugunglück steht ein DNA-Abgleich des Toten noch aus, doch die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um den gesuchten Mann handelt.