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Tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang

Artikel vom 20.06.2010 - 23.00 Uhr

Tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang

Bad Nauheim (sk). Ein dramatischer Unglücksfall hat am Samstagnachmittag eine fröhliche Hochzeitsfeier auf dem Gelände des Dolce in Bad Nauheim jäh beendet: Zwei Männer, Gäste der Feierlichkeiten, stürzten gemeinsam über eine Balustrade rund dreieinhalb Meter tief auf eine darunterliegende Terrasse. Beim Aufprall zog sich einer der beiden Männer, ein 58-Jähriger aus Frankfurt, schwerste Kopfverletzungen zu. Der andere, ein 62-Jähriger aus dem südhessischen Zwingenberg, erlitt nach Angaben der Polizei leichte Verletzungen. Der 58-Jährige erlag am Sonntagmorgen in einem Krankenhaus in Frankfurt seinen schweren Verletzungen.
Auf dem Mauersockel, über den das rot-weiße Band gespannt ist, hatte sich der Mann zum Fotografieren postiert.
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Auf dem Mauersockel, über den das rot-weiße Band gespannt ist, hatte sich der Mann zum Fotografieren postiert.
Wie sich das Unglück zugetragen hat, konnte die Polizei am Sonntag noch nicht detailliert erläutern. Nach Bericht eines Augenzeugen hatte sich der eine der beiden Männer gegen 17.30 Uhr auf die knapp 40 Zentimeter hohe Mauer am Platanenhof gestellt, um von dort aus das Treiben der Hochzeitsgesellschaft zu fotografieren. Dabei hat er sich an dem Stahlrohr abgestützt, das rund 40 Zentimeter über dem Mauersockel installiert ist und sich damit in Waden- bis Kniehöhe des Mannes befand. Dieses Rohr hat sich aus seiner seitlichen Verankerung an einem gemauerten Pfosten gelöst. Der Mann verlor das Gleichgewicht und kippte nach hinten weg. Der andere versuchte ihn festzuhalten und wurde mit dem Fotografen nach unten gerissen. Beim Aufprall auf die untere, mit Steinplatten belegte Ebene zog sich der 58-Jährige schwere Kopfverletzungen zu, die schließlich zum Tode führten.

Die Bergung der beiden verletzten Hochzeitsgäste gestaltete sich schwierig: Das hölzerne Eingangstor zum Dolce-Gelände am Elvis-Presley-Platz ist so niedrig, dass der Notarztwagen es nicht passieren konnte. Zudem verhinderte der wegen der Landesgartenschau errichtete Zaun die Zufahrt zur Unglücksstelle über den Weg im Kurpark. So konnte nur der Notarzt-Pkw an die Unglücksstelle vorfahren und die beiden Verletzten zum Abtransport in die Krankenhäuser vorbereiten.

Geschockt von dem tragischen Ereignis sind auch die Mitarbeiter des Dolce. Sie erfuhren am Sonntagmittag durch die WZ vom Tode des 58-Jährigen. Im Auftrag der Polizei haben sie die Unfallstelle mit Plastikbändern weiträumig abgesperrt und die eigentliche Unfallstelle notdürftig mit großen Platten und mit Planen vor Blicken Neugieriger und vorm Betreten Unbefugter geschützt.

Wie die Polizei mitteilt, werden am heutigen Montag Spezialisten die Unfallstelle in Augenschein nehmen, um herauszufinden, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Zentrale Frage: Warum hat sich das Stahlrohr, das noch aus Staatsbadzeiten stammt, aus der Mauer-Arretierung gelöst?

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Artikel vom 20.06.2010 - 23.00 Uhr
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