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Noch ist die Hochwassergefahr nicht allzu groß

Artikel vom 26.02.2010 - 08.00 Uhr

Noch ist die Hochwassergefahr nicht allzu groß

Wetteraukreis/Florstadt (en). Die ersten Wetterauer Flüsse und Bäche können das zufließende Wasser nicht mehr aufnehmen und überfluten die ufernahen Wiesen, so zum Beispiel die Nidda bei Nieder-Florstadt und Staden oder die Wetter bei Rockenberg und Oppershofen.
Der Stadener Dreiradfahrer wird sein Gefährt in den nächsten Tagen kaum trockenen Fußes bergen können.	(Foto: nic)
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Der Stadener Dreiradfahrer wird sein Gefährt in den nächsten Tagen kaum trockenen Fußes bergen können. (Foto: nic)
Doch Panik ist derzeit ganz und gar nicht angebracht: Auch bei der Leitstelle Wetterau blickt man den nächsten Tagen recht gelassen entgegen - der Regen in der Nacht zum gestrigen Donnerstag hatte zwar die Flüsse zusätzlich zum Wasser von der Schneeschmelze kurzfristig anschwellen lassen, doch der niederschlagsfreie Tag sorgte dann schon wieder für Entspannung. Einige Feuerwehren seien in der Nacht kreisweit alarmiert worden, aber nicht wegen eines allgemeinen Hochwassers.

Für die Nacht zum heutigen Freitag wurde zwar neuer Regen vorhergesagt, doch haben die meisten Pegel noch einiges an Spielraum bis zur ersten Hochwassermeldestufe. Laut den vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie veröffentlichten Pegelständen hatte gestern Nachmittag in der gesamten Wetterau nur die Nidder bei Glauberg den ersten Warnwert knapp überschritten, nicht allzu weit weg davon war die Nidda bei Nieder-Florstadt - ihr Pegel stand bei 257 Zentimeter, die erste Hochwasserstufe wird hier bei 270 Zentimeter ausgerufen. Die Wetter bei Bruchenbrücken (noch 39 Zentimeter), und auch die Usa bei Kransberg (36) und bei Friedberg (47) hatten zu dieser Zeit noch recht viel Platz. Hinzu kam, dass ab dem Vormittag der nächtliche Höchststand bereits wieder leicht abgebaut wurde oder der Stand zumindest konstant blieb. Dennoch werde man, so der diensthabende Beamte in der Leitstelle, die Lage natürlich im Blick behalten.

Da Hochwasser zur Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung führen kann, desinfiziert die Ovag vorbeugend ihr gesamtes Fernwasserleitungsnetz mit Chlordioxid. Das könne zu einer leichten Geruchs- oder Geschmacksveränderung führen, sei aber gesundheitlich völlig unbedenklich, heißt es in einer Pressemeldung.

In Ortenberg-Gelnhaar wurde bereits eine mikrobiologische Belastung des Trinkwassers festgestellt, die eine Ursache im Hochwasser im Einzugsgebiet des Brunnens haben soll. Das Wasser kann vorerst nicht getrunken werden.

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