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Trump: Russland steht hinter Hackingangriffen

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Artikel vom 11.01.2017 - 20.08 Uhr

Trump: Russland steht hinter Hackingangriffen

Washington/New York (dpa) - Der künftige US-Präsident Donald Trump sieht Russland hinter den Hackingangriffen während des Präsidentschaftswahlkampfes. «Was das Hacking angeht: Ich denke, es war Russland», sagte Trump auf die Frage eines Reporters.
Donald Trump
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Der designierte US-Präsident Donald Trump bei seiner ersten Pressekonferenz seit Juli 2016. Foto: Seth Wenig
© dpa
Er sei aber auch der Meinung, dass es noch von anderen Ländern Hackerangriffe auf die USA gegeben habe. Trump hatte bislang Zweifel an der Einschätzung der amerikanischen Geheimdienste geäußert, wonach Russland hinter den Angriffen auf Computer der Demokraten stand. Die Dienste werfen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, sich damit in den Wahlkampf eingemischt zu haben, und die Wahl von Trump favorisiert zu haben.

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen. «Wir werden sehen, was ich für ein Verhältnis zu Russland haben werde», sagte Trump. Es sei nicht sicher, wie das aussehen werde. Er hoffe, dass er mit Putin auskommen werde. «Ich hoffe, ich komme mit Putin klar. Kann gut sein, dass nicht.»

Jüngste Vorwürfe in Zusammenhang mit seinen Verbindungen nach Russland wies Trump scharf zurück. Die Medienberichte darüber seien «Unsinn», sagte Trump bei einer Pressekonferenz in New York. «Ich habe großen Respekt vor der Pressefreiheit», sagte Trump. Er dankte denjenigen Medien, die mit den Informationen vorsichtig umgegegangen seien. Zuvor hatte er US-Medien in ihrer Gesamtheit als «unehrlich» bezeichnet.

Trump steht im Zentrum massiver, aber unbewiesener Vorwürfe, die von russischen Geheimdiensten stammen sollen. Nach US-Medienberichten wurden sie in den USA zusammengetragen. Im Zentrum stehen Informationen aus dem Privatleben Trumps und zu seinen Geschäftsbeziehungen nach Russland. Sowohl Trump als auch Moskau dementierten die Vorwürfe am Mittwoch. Die Informationen legen nahe, dass russische Dienste versucht haben, Trump erpressbar zu machen.

Trump kritisierte die US-Geheimdienste, dafür, dass die Informationen publik wurden. Er sprach zudem von «betrügerischen Gegnern» in den USA, die versucht hätten, solcherlei Falschinformationen gegen ihn einzusetzen.

Zunächst berichtete der Sender CNN, wenig später folgten weitere große Medien in den USA und Großbritannien, darunter die «New York Times», die «Washington Post» und der «Guardian».

Ein früherer Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 soll die Berichte mithilfe russischer Quellen erstellt haben - zunächst im Auftrag von Trumps parteiinternen Gegnern bei der Republikanern und später des Clinton-Lagers.



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