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Großes Spektakel zur Eröffnung der Elbphilharmonie

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Artikel vom 11.01.2017 - 11.53 Uhr

Großes Spektakel zur Eröffnung der Elbphilharmonie

Hamburg (dpa) - Hamburgs neues Wahrzeichen erklingt: Nach zehnjähriger Bauzeit wird die Elbphilharmonie am Mittwochabend (20.15 Uhr) mit einem Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters eröffnet.
Elbphilharmonie
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Thront über dem Hamburger Hafen: die Elbphilharmonie. Foto: Christian Charisius
© dpa
Unter Leitung von Chefdirigent Thomas Hengelbrock werden die Musiker eine musikalische Reise von der Renaissance bis zur Gegenwart unternehmen. Auf dem Programm steht auch die Uraufführung eines Auftragswerks von Wolfgang Rihm, einem der wichtigsten deutschen Komponisten der Gegenwart.

Zuvor werden Bundespräsident Joachim Gauck, Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Architekt Jacques Herzog und Intendant Christoph Lieben-Seutter bei einem Festakt sprechen. Zu den 2100 geladenen Gästen gehört auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Außerdem haben sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und zahlreiche Politiker aus Bund und Ländern angekündigt. Zu den Prominenten gehören Regisseur Fatih Akin, Modeschöpferin Jil Sander, die Schauspieler Hannelore Hoger, Charly Hübner und Armin Mueller-Stahl sowie der Bauunternehmer und Präsident von Real Madrid Florentino Pérez.

Für Schaulustige wird die Musik optisch umgesetzt und als Lichtinstallation auf das spektakuläre Gebäude übertragen. Barkassenunternehmen laden zu Fahrten auf der Elbe ein. Das NDR Fernsehen überträgt die Feierlichkeiten live ab 18.00 Uhr.

Der Grundstein für die Elbphilharmonie wurde am 2. April 2007 gelegt. Jahrelang machte das Bauwerk Schlagzeilen mit Bauverzögerungen und Kostensteigerungen. Die erste Konzertsaison bis Anfang Juli ist bereits nahezu ausverkauft.

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Artikel vom 11.01.2017 - 11.53 Uhr
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Leserkommentare
(12.01.2017 19:54)
woschtemweckmedsenf
Das Dach macht es aus
Bei einem solchen Objekt ist das Dach mit das Wichtigste. Wir haben dies hier vor Jahren schon einmal durch genommen und kamen überein, daß es mit einer "Dachlattenkonstruktion" nicht getan gewesen wäre. Schaun wer mal ...
(12.01.2017 19:13)
Ein Flääschder
Baukosten
Wenn mich nicht alles täuscht, sind die Kosten auch deswegen explodiert, weil Hochtief durch Nachträge noch und nöcher a. die vertragliche Bauzeit verlängerte und b. verteuerte. Jeder Nachtrag muss genehmigt werden. Kommunale AG können nicht adhoc ihr ok geben, stattdessen muss umfänglich geprüft, evtl. gerichtlich geklärt und von den Gremien abgesegnet werden. Das ist das übliche Spiel, welches von der VOB vorgegeben wird. Wenn ein Generalunternehmer das Haus gebaut hätte, wäre es früher fertig gestellt und, wenn der AG keine nachträglichen Sonderwünsche während der Bauphase hat, auch billiger geworden.
(12.01.2017 17:03)
woschtemweckmedsenf
neues HH-Wahrzeichen
Erfreulich ist die hier vorherrschende Übereinstimmung, der ich mich gerne anschließe, weil eben jede Medaille 2 Seiten hat (eine sind die Kosten). Einige Nummern kleiner ist hingegen der Tebartz-Bau in Limburg. Doch seit der dort steht hat die Stadt mehr als 1 Mio.€ monatlich mehr an Einnahmen, weil jeder meint diesen Bau sehen zu müssen. Eventuell wird der Tebartz van Elst irgendwann (posthum?) noch zum Ehrenbürger in Limburg. Wer weiß !? Sollte ich in nächster Zeit oder wann auch immer nach Hamburg kommen, so werde ich auf jeden Fall mir einen Besuch dieses Bauwerks nicht entgehen lassen. Auch aus Sympathie für das mit der Errichtung der Elbphilharmonie befaßten Unternehmens (Hochtief AG). Anm.: Diese Firma hatte auch ein Angebot für den BER eingereicht - und er wäre heute sicherlich in Betrieb.
(12.01.2017 15:13)
marty_Gi
Nee, kann man nicht
...und die Elbphilharmonie ist ja auch irgendwie Lokalpolitik. So wie jeder Sportplatz oder Hasenzuechterauslaufwiese.
(12.01.2017 15:09)
Der nette Mann
Kleine Vereine
Das ist richtig! Oftmals kriegen die kleinen Vereine - wenn überhaupt - nur spärliche Unterstützung. Aber das Schöne ist ja: Das ist in der Regel Lokalpolitik. Und auf dieser Ebene kann man sich als Bürger durchaus erfolgreich einbringen und bei der Gestaltung des Gemeinschaftslebens mitwirken. Will man also, dass der hiesige Kaninchenzüchterverein mehr Geld für die jährliche Sommerfeier bekommt, dann kann man da durchaus etwas tun, zumindest wenn das genug andere Bürger auch so sehen.
Grüße vom netten Mann
(12.01.2017 13:40)
marty_Gi
Naja -
Kulturfoerderung geschieht aber in diesem Lande dann doch eher so, dass auf die groessten Haufen noch was draufkommt.
Kleine Kulturvereine, die noch dazu recht gut unterwegs sind, bekommen vielerorts keinen einzigen Cent an (offizieller) Unterstuetzung. Und auch das Sponsoring findet nur fuer die statt, bei denen es schon richtig gut laeuft mit den Zuschauer-/Besucherzahlen. Das hat also schon alles etwas leicht elitaeres.
Und dann kann das Kulturschaffen in den Nischen, die nach Foerderung keine mehr waeren, schon an sowas die der GEMA scheitern. Oder der Raummiete (sofern es Raeume gibt). USW.
(12.01.2017 11:57)
freno
Kunst = unaghängig vom Geld
Danke "netter Mann", ich hätte es nicht besser ausdrücken können, und ich füge dem noch hinzu: Kunst ist unabhängig vom Geld. Wenn es nicht so wäre, dann müsste eine Kostengrenze definiert werden und alles was darüber läge, wäre dann keine Kunst mehr. Die daraus entstehenden Konsequenzen wage ich mir lieber nicht vorzustellen.
(12.01.2017 10:50)
Der nette Mann
Da bin ich voll dabei!
Ich bin auch der Meinung. dass solche Kulturprojekte nicht aus öffentlicher Hand finanziert werden sollten: Büchereien? Abschaffen! Ich lese nur die TV Spielfilm! Öffentlicher Rundfunk? Abschaffen! Ich guck nur RTL! Fußballstadien mitfinanzieren? Niemals! Ich mag kein Fußball! Kindergärten bauen? Ich habe doch gar keine Kinder! Braucht kein Mensch das alles!
Theater, Konzertsääle, Opernhäuser habe ich auch noch nie von innen gesehen! Das muss also nur was für gut betuchte Bonzen sein! Ich geh auch nicht in eine Ballettvorstellung oder eine Literaturlesung. Alles nur elitärer Quatsch!
Mal im Ernst! Wer meint, klassische Konzerte sind rein was für gut Betuchte, der kennt wohl die Preise nicht. Da sind Tickets für so manches Eintracht-Spiel teurer. Sind Fußballspiele jetzt auch nur was für die Reichen? Ich gehe gerne mal in klassische Konzerte und bin sicherlich nicht als gut betucht zu bezeichnen. Ob, und welche Art von Kultur man besitzt, hat erst mal nichts mit dem Geldbeutel zu tun.
Dass die Kosten von Bauten wie der Elbphilharmonie nach Auftragsvergabe explodieren ist systembedingt, aber auch vorhersehbar. Die Mehrheit der Bundesbürger wählt Parteien, die das System so am Laufen halten, also was jammern alle? Der Wähler ist halt oft dumm und erinnert sich selten an frühere Verfehlungen von Parteien/Personen bzw. lernt daraus.
Grüße vom Netten Mann
(11.01.2017 19:16)
bonjour
Fuer wen das?
Da wollten sich Jemande ein Denkmal setzen.
Monumente wie dieses haben in der Geschichte schon immer Opfer von der Bevoelkerung gefordert und haben genau diese weitgehend von der Teilhabe ausgeschlossen.
Gute Kunst braucht aber keine kolossalen Bauten! Sie sollte allen zugaenglich sein, was ja im Falle der Elbphilharmonie nicht gegeben ist.
Ich bestreite nicht, dass ein Konzert in der Sainte- Chapelle von Paris ein unvergessliches Erlebnis ist oder gar eine Veranstaltung in der Opera, mais oui! Nur kann sich das doch kaum jemand leisten! Ich meine, Kunst sollte fuer alle, die sich interessiert zeigen, erschwinglich sein.
Mir ist dieses Geprotze auf Kosten von anderen zuwider!
(11.01.2017 18:11)
bogen
Es geht nicht darum,...
... ob der Staat für anderen Unsinn mehr ausgibt. Es geht darum, dass der Bau in der Form absolut nicht notwendig war. Es ist obendrein eine Milchmädchenrechnung, wenn man jetzt von den finalen Kosten ausgeht. Die Betriebskosten sind unglaublich hoch und belaufen sich im Jahr auf 13 Millionen Euro. Mir kann es im Endeffekt egal sein, da ich kein Hamburger bin, aber ich ahne schon, wo im Zweifelsfall gekürzt wird, um die 13 Millionen Euro Betriebskosten und die von der Stadt Hamburg zu tragenden 789 Millionen Euro Baukosten zu finanzieren.
Wer in Hamburg also demnächst wieder über unzureichende Kita-Plätze und marode Straßen flucht, der soll mal an die Elbmündung fahren und sich das schöne Spielzeug ansehen.
(11.01.2017 12:11)
freno
Andere Meinung
Ich glaube, dass ich kein "gut Betuchter" bin und freue mich trotzdem über die Fertigstellung der Elbphilharmonie. Ich werde mir auch heute im TV die Eröffnungsfeierlichkeiten anschauen, und höre mir gerne die Beethoven Werke an, die dort zur Aufführung kommen. Ein Besuch dieses aussergewöhnlichen Konzertgebäudes sttrebe ich auch an. Ich finde es in Ordnung, dass der Staat, und daher wir alle, sich an der Förderung solcher Kultur-Projekte beteiligt. Es wird für andere Dinge weit mehr Geld ausgegeben, hier finde ich es sehr angebracht.
(11.01.2017 12:09)
Darth Vader
Wahrzeichen
Der eigentliche Skandal sind nicht die endgültigen Baukosten, sondern die erste Schätzung dergleichen auf 186 Mio. Euro. Blickt man auf die "Innereien" und die kolossale Ausstattung dieses Prestigeobjekts hätten selbst einem Laien auffallen müssen dass es hier eher in Richtung 1/2 Milliarde oder mehr gehen wird.
Bei dieser Summe hätten aber einige Hanseaten evtl. gezuckt und einen Rückzieher gemacht. Schaut man jetzt aber mal über den Tellerrand hinaus und blickt auf Prestigeobjekte der Vergangenheit welche ihre Erbauer fast in den Ruin getrieben hätten, z.B. Neuschwanstein, erweisen sich diese heute als Publikumsmagneten welche (zahlungskräftige) Besucher aus der ganzen Welt anziehen. Vieles hat eben 2 Seiten.
(11.01.2017 11:47)
bogen
Unglaublich!
Die Elbphilharmonie (was für ein Wort!) ist endlich fertig und verabschiedet sich aus der Reihe der Running Gags mit dem Flughafen Berlin und Stuttgart 21. Ich finde es immer noch skandalös, was man für ein Geld in diesem Prestigebau versenkt hat. Und wofür? Man hat auf Dauer eine weitere Kulturstätte für gut Betuchte, die der Steuerzahler subventionieren darf. Ich habe wirklich nichts gegen Kultur, aber dieses Monstrum hat niemand gebraucht, aber Hamburg wollte unbedingt im Konzert der Großen mit Wien, Madrid und Mailand mitspielen.
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