Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Hessen »

»Mother Africa« versprühte pure Lebensfreude

Artikel vom 08.02.2010 - 19.53 Uhr

»Mother Africa« versprühte pure Lebensfreude

Wetzlar (chl). Bessere Botschafter für den »Schwarzen Kontinent« kann es nicht geben - wenn es einerseits um sportliche Leistung, andererseits um traditionelle Klischeebilder geht: Mit einem Buschtrommelfeuerwerk, farbenfrohen traditionellen Kostümen, schweißtreibenden Tänzen und atemberaubender Artistik hat die Show »Mother Africa - Circus der Sinne« am Samstagabend rund 1000 Zuschauer in der Rittal-Arena verzaubert.
Emotional, erfrischend, betörend: Die Show »Mother Africa« wurde vom Publikum mit Beifallsstürmen bedacht. (Foto: chl)
Lupe - Artikelbild vergrössern
Emotional, erfrischend, betörend: Die Show »Mother Africa« wurde vom Publikum mit Beifallsstürmen bedacht. (Foto: chl)
Als Fortsetzung bisheriger Tourneen bescherte die Zirkusshow im überarbeiteten Programm nicht nur einen Augenschmaus mit bekannten und ganz neuen Höhepunkten, sondern sie »infizierte« das Publikum auch mit einem mitreißenden Rhythmusgefühl. Erneut hat Winston Ruddle ein fast 40-köpfiges Ensemble aus Absolventen seiner Artistenschule in Tansania sowie aus weiteren Künstlern und Musikern zusammengestellt. Die Akteure stammen aus den verschiedensten schwarzafrikanischen Ländern wie Äthiopien, Simbabwe, Südafrika, Tansania oder Kenia. Pausenlos überschütteten die Artisten, Tänzer und Musiker das Publikum mit sinnlichen Eindrücken, nachdem eine Animateurin die Leute anfangs gezielt aus der Reserve lockte. Die farbenfrohe Party konnte beginnen.

Da erzeugte ein »African Drum and Dance Act« nicht nur die Faszination einer Voodoo-Zeremonie, sondern bestach ebenso mit erotischer Ausstrahlung. Musikalische Unterstützung kam zusätzlich durchweg von der »In Africa Band« aus Sansibar, die mit karibischen Reggaesongs und afrikanischen Rhythmen den klanglichen Teppich für die anderen Künstler ausrollte.

Ein Höhepunkt der Show war der Auftritt der äußerst beweglichen Schlangenmenschen: Da verrenkte der im felligen Kostüm agierende »Spinnenmann« Teame Gebregziabher Ersie seinen Körper, Arme und Beine dermaßen, dass dem Publikum wahrlich der Atem stockte. Doch auch beim Schlangenmenschenpaar Lazarus Gitu Mwangi und Hassani Mohammed Hassani erblickte man bei den Zuschauern zusammengekniffene Gesichter und »Autsch«-Ausrufe und gleichzeitig große Bewunderung: Kopfüber zündete sich Mwangi mit den Füßen eine Pfeife im Mund an und quetschte sich mit dem Bauch voran durch ein Rohrelement. Andere Kunststückchen wurden nicht minder beklatscht: Amare Sahale ließ die Diabolos rasant und mit waghalsigen Luftflügen kreiseln und rotieren. Enormes Kraft- und Muskelspiel führten die Ramadhani-Brüder aus Tansania mit ihrer Hand-zu-Hand-Jonglage vor. Lulu Adamu konnte einfach nicht genug Hula-Hopp-Reifen um ihre Hüfte kreisen lassen. Und Dance-Captain Simon Tshabalala und Mduduzi Magagula steppten elegant und raffiniert mit äußerst flinken Füßen. Wenn es einen »Moonwalk« des Stepptanzes gibt, dann haben sie ihn vorgeführt.

Immer wieder ließ sich das Publikum in der »Arena« zu tosendem Applaus hinreißen. Denn insgesamt wirkte die Show sehr emotional, erfrischend und betörend. Ergänzt wurde das Programm mit verschiedenen Keulen-, Tisch- und Tongefäßjonglagen, der wuseligen »Baraque - die tanzende Hütte« oder dem akrobatischen Einradfahrer Yonnas aus Äthiopien.

Beim großen Finale bekam das Publikum dann noch einmal die geballte Ladung afrikanischer Lebensfreude und Geselligkeit zu spühren.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 08.02.2010 - 19.53 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang