Wetzlar/Gießen (agl). »Das Zusammenwirken der Dutenhofener Unternehmen ist eine der Grundlagen für den Erfolg der IGD.« Der Wetzlarer Oberbürgermeister Wolfram Dette sprach dieses Lob während des Neujahrsempfangs der Interessengemeinschaft Dutenhofen (IGD) aus, der Firmen, Vereine und Privatpersonen angehören.
IGD-Neujahrsempfang in Dutenhofen – unter anderem mit den »Fantasten« (Foto: agl)
Zu dem Empfang am Freitag im Autohaus Schneider kamen rund 150 Mitglieder und geladene Gäste, die aus den Grußworten Informationen zum eigenen Dorf und zur Stadt Wetzlar erhielten und die Bewertungen und Prognosen von Klaus-Jörg Mulfinger hören konnten: Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Wetzlar gab einen »Ausblick zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage«.
IGD-Vorsitzender Bernd Rafalzik wertete den guten Besuch als ein positives Signal für das Zusammenleben in dem unmittelbar an Gießen grenzenden Stadtteil, begrüßte unter anderem Vertreter aus Politik, Kreishandwerkerschaft sowie Industrie- und Halndelskammer.
OB Dette kam nicht am Thema Wirtschaftskrise vorbei. Konkret nannte er den Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen von 45 Millionen Euro in 2008 auf 17 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Eine »Riesenlücke«. Dank der Rücklagen aus 2006 bis 2008 sei die Stadt vergangenes Jahr noch klargekommen. Nun aber gebe es ein Loch im Ergebnishaushalt von zwölf Millionen Euro. Die Stadt werde sparen, wo es gehe. Auch personell, doch werden aufgrund der Verpflichtung, die Betreuung unter Dreijähriger auszubauen, zusätzliche Erzieherinnen nötig. Außerdem sei die Tarifrunde zu bedenken.
Dennoch wolle die Stadt etwas bewegen, sagte Dette, verwies auf die Umgestaltung des Bahnhofgeländes. Auch in Dutenhofen tue sich etwas: Mit mehr als zwei Millionen Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm wird die Sporthalle grundlegend saniert. Zudem soll die Verkehrsanbindung von der Wellergasse ins Gewerbegebiet neu gestaltet werden, was mit einer Erweiterung des Welschbach-Durchlasses einhergeht.
Ortsvorsteher Ulrich Loh verwies auf die umfangreiche Erweiterung und Modernisierung von »Globus« und »Oculus« in Dutenhofen – Privatinvestitionen von zusammen über 30 Millionen Euro. Loh sprach sich einmal mehr für einen Anschluss Dutenhofens an die Bundesstraße 49 aus – seit Jahrzehnten ein Thema. Dieser Appell sei »keine egoistische Forderung allein von Dutenhofen«. Loh verwies darauf, dass damit der Bahnübergang Heuchelheim wegfallen würde und die Verkehrssituation in Kleinlinden verbessert. Durch den Anschlusses Wetzlar-Süd an der A45 habe sich die Verkehrsbelastung innerhalb Dutenhofens verlagert; problematisch sei nun insbesondere der Lkw-Verkehr in Gießener und Wetzlarer Straße.
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