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Vier tote Jugendliche identifiziert

Artikel vom 28.05.2008 - 12.49 Uhr

Vier tote Jugendliche identifiziert

Nidda (dpa/AP/AF). Die vier beim Zusammenstoß ihres Pkw mit einem Lkw bei Nidda ums Leben gekommenen Jugendlichen (AZ vom Mittwoch) sind identifiziert. Es handele sich um ein 14-jähriges und zwei 16-jährige Mädchen und einen 19-Jährigen, der den Wagen am Dienstag lenkte, berichtete die Polizei in Friedberg am Mittwoch.
Die zwei Mädchen, die schwer verletzt mit Hubschraubern in Kliniken gebracht worden waren, sind 15 Jahre alt. Alle sechs hatten in dem einen Auto aus dem Hochtaunuskreis gesessen, dessen Halterin aber nicht dabei war.

Wie Polizeisprecher Willi Schwarz berichtete, gingen die getöteten und verletzten Mädchen gemeinsam auf ein Internat im Wetteraukreis. Der 19-Jährige habe in dem Internat Freunde besucht. Gemeinsam mit den Mädchen habe er anschließend ein nahegelegenes Schnellrestaurant angessteuert; dabei sei es zu dem verheerenden Unfall gekommen.

Die Polizei hatte zunächst von sechs Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren gesprochen. Der 19-jährige Fahrer aus Friedrichsdorf hatte am Dienstagnachmittag ersten Ermittlungen zufolge von einer Nebenstraße aus Hungen-Rabertshausen in eine Landesstraße zwischen den Niddaer Stadtteilen Ulfa und Harb fahren wollen. Möglicherweise habe er die Landesstraße 3138 auch überqueren wollen, um in einen gegenüberliegenden Feldweg zu fahren. Beim Einmünden habe der junge Mann vermutlich einen von links kommenden Lastwagen übersehen.

Der 44 Jahre alte Fahrer des 25-Tonners, der nicht zu schnell unterwegs war, habe dem »VW Polo« nicht mehr ausweichen können. Der dreiachsige Laster erfasste das Auto an der Fahrerseite und schob es etwa 30 Meter vor sich her. Dabei kamen der Autofahrer und drei der Mädchen ums Leben. Die getöteten Mädchen stammen aus Linsengericht im Main-Kinzig-Kreis, Oberursel im Hochtaunuskreis und dem nordhessischen Frankenberg. Die beiden schwerverletzten Mädchen kommen aus den Landkreisen Main-Kinzig und Marburg-Biedenkopf. Der Lastwagenfahrer, der für eine Spedition aus dem Raum Fulda arbeitete, erlitt einen Schock. Die Landesstraße blieb an der Unfallstelle für etwa vier Stunden voll gesperrt.

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