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Impfstoffmangel für Babys - Es gibt Alternativen

Artikel vom 08.02.2010 - 17.20 Uhr

Impfstoffmangel für Babys - Es gibt Alternativen

Langen/Köln (dpa) - Der akute Lieferengpass bei Impfstoffen für Babys ist auch durch die Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffs entstanden.
Baby-Impfung
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Ein Baby wird geimpft. Zurzeit sind mehrere Impfstoffe des Pharmakonzerns Glaxosmithkline nicht lieferbar.
© dpa
Der britische Pharmakonzern Glaxosmithkline (GSK) räumte am Montag ein, dass er die Abfüllung eines Substrats für den Baby-Vierfach-Impfstoff verlagert und so Verzögerungen in Kauf genommen hatte. Es gibt jedoch nach Angaben des zuständigen Paul-Ehrlich- Instituts (PEI/Langen) alternative Impfstoffe von anderen Firmen.

Der Pharmakonzern GSK berichtete unter anderem über Engpässe beim Vierfach-Impfstoff Priorix-Tetra und dem Sechsfach-Impfstoff Infanrix Hexa. PEI-Sprecherin Susanne Stöcker betonte, dass der Pharmakonzern Sanofi Pasteur MSD Alternativen biete. Allerdings müssen dabei mehrere Impfstoffe nacheinander gespritzt werden.

Der Sechsfach-Impfstoff wirkt gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Kinderlähmung, Keuchhusten, HiB-Infektion und Hepatitis B - er wird ab der achten Lebenswoche verabreicht. HiB (Haemophilus influenza b) infiziert die Atemwege und kann auch auf die Hirnhäute übergreifen.

«Besonders gefährlich für Säuglinge sind HiB-Infektionen und Keuchhusten, die so schwere Komplikationen hervorrufen können, dass sie zum Tode führen», sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann, in Köln. Gegen Keuchhusten können sich Eltern impfen lassen, damit sie ihre Säuglinge nicht anstecken.

Nach GSK-Angaben wird der Sechsfach-Impfstoff Ende Februar wieder lieferbar sein; zu Lieferverzögerungen könne es jedoch bis ins zweite Quartal des Jahres hinein kommen. Als Ersatz nannte das PEI einen Fünfach-Wirkstoff, der mit einer einzelnen Hepatitis-B-Impfung kombiniert werden könne. Jeder Säugling ist im ersten Lebensjahr dreimal zu impfen. Da der Impfstoff dabei nicht gewechselt werden soll, müssen diese Babys nun dreimal je zwei Impfungen bei zwei Arztterminen erhalten. Beim Sechsfach-Impfstoff gibt es laut GSK Lieferengpässe durch Verzögerungen bei der Qualitätskontrolle.



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