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Kopierschutz für Yorkshire Pudding gefordert

Artikel vom 14.03.2010 - 18.10 Uhr

Kopierschutz für Yorkshire Pudding gefordert

London (dpa) - Ein Häufchen Teig, das sich Pudding nennt: Doch es ist nicht irgendein Pudding, es ist der «Champagner unter den Puddings» und den wollen sich die Leute in Yorkshire endlich von der EU schützen lassen.
Yorkshire Puddings
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Engländer kämpfen um ihre Yorkshire Puddings.
© dpa
In der englischen Region ist man der Meinung, der Yorkshire Pudding werde zu oft kopiert. Mit dem Titel «geschützte Ursprungsbezeichnung» wollen die Hersteller ihre Spezialität in die gleiche Liga wie Parma-Schinken, Nürnberger Bratwürste, Champagner und Kölsch erheben.

Mit dem breiigen, süßen Dessert, das man in Deutschland mit Pudding assoziiert, hat das gute Stück allerdings wenig zu tun. Es ist viel eher ein rundes Ding aus Milch, Mehl, Eiern und Salz, das sich hervorragend eignet, Bratensoße aufzutunken. In fast jedem Pub auf der Insel ist der Pudding deshalb zusammen mit dem traditionellen Sonntagsbraten zu haben - und selbst wenn er nicht in Yorkshire hergestellt ist, nennt er sich so. Sehr zum Ärger der traditionellen Hersteller in Yorkshire, die sich gegen billige Kopien wehren wollen.

Ein EU-Schutz «würde Menschen an allen anderen Orten der Welt davon abhalten, das Gericht zu machen und es Yorkshire Pudding zu nennen», erklärte Sarah Knapper von der Regional Food Group. Die Organisation steckt hinter der EU-Initiative und hofft nun auf den Sonderschutz der Europäischen Union. Yorkshire Pudding darf dann nur der Pudding heißen, der auch wirklich in Yorkshire hergestellt wurde. Was abertausenden Pub-Besitzern in ganz Großbritannien Kopfzerbrechen bereiten dürfte, weil sie ihr Sonntagsgericht dann umnennen müssten.

Voller Tatendrang fühlte man sich in Yorkshire wohl, nachdem vor kurzem Früh-Rhabarber - der unter Kerzenlicht in einer in einem genau abgesteckten «Rhabarber-Dreieck» in Yorkshire geerntet wird - als geografisch geschütztes Produkt von der EU geadelt wurde.

Vorangegangene Versuche, den Pudding zu schützen, waren bisher allerdings erfolglos - und die Aussichten auf Erfolg sind auch jetzt gering. Experten der Europäischen Kommission schließen es nahezu aus, die Ursprungsbezeichnung sichern zu lassen. Es handele sich bei Yorkshire Pudding wahrscheinlich um ein generisches Produkt - das heißt, es hat keine besonderen Merkmale und ist mit keiner bestimmten Region verbunden. Es darf selbst bezweifelt werden, ob es überhaupt zu einem Antrag der nationalen Behörde kommt. Andere englische Regionen, in denen ebenfalls Yorkshire Pudding produziert wird, könnten gegen einen Vorstoß der Grafschaft im Nordosten protestieren.



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Artikel vom 14.03.2010 - 18.10 Uhr
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