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»Fräulein Wunder« auf »Julis« Spuren

Artikel vom 03.11.2008 - 18.46 Uhr

»Fräulein Wunder« auf »Julis« Spuren

Friedberg (lk.) Bei ihrem Auftritt im Café Kaktus ließ die Band »Fräulein Wunder« am Samstag eine Bombe platzen, als Frontfrau Chanty dem Publikum mitteilte: »Wir nehmen für Hessen am «Bundesvision Song Contest» teil.« Der von TV-total-Moderator Stefan Raab ins Leben gerufene Wettbewerb fand erstmals im Jahr 2005 statt, damals gewann die hessische Band »Juli«. Hinter dem »Bundesvision Song Contest« verbirgt sich ein einfaches Konzept: Angelehnt an den »Eurovision Song Contest« treten im jährlichen Turnus 16 deutsche Interpreten an, die jeweils ihr Bundesland vertreten. Am 13. Februar 2009 werden die vier Wetterauer Mädels Steffy, Chanty, Pia und Kerstin also in der Potsdamer Metropolis-Halle für Hessen an den Start gehen.
Der Auftritt von »Fräulein Wunder« im Café Kaktus ist ein »Heimspiel«, und besonders Frontfrau Chanty gemießt die Nähe zum Publi
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Der Auftritt von »Fräulein Wunder« im Café Kaktus ist ein »Heimspiel«, und besonders Frontfrau Chanty gemießt die Nähe zum Publikum. (Foto: Kaufmann)
Zwar fällt der 13. Februar auf einen Freitag, abergläubig muss man jedoch nicht sein, schaffte es »Fräulein Wunder« doch mit ihrer ersten Single »Wenn ich ein Junge wär« direkt auf Platz 16 der deutschen Charts. Vielleicht kann die Band das Millionenpublikum mit ihrem Lied »Sternradio« überzeugen und so den Erfolg von »Juli« wiederholen.

Doch zurück zum Konzert der vier jungen Frauen: Bereits die Vor-Band »Electric Elephant« heizte dem Publikum mit Liedern wie »Miss Sunday« und »What I like about you« ein. Die 2006 gegründete Band spielt eingängigen explosiven englischen Rock jenseits des Mainstreams. Sänger Falk Ulshöfer, Dima Ghouse (Gitarre) und Julian Goedde (Schlagzeug) stimmten die Konzertbesucher mit ihrem energiegeladenen halbstündigen Auftritt gebührend auf die Wunderfräuleins ein.

Als diese dann die kleine Bühne betraten, jubelte das Publikum im restlos ausverkauften Kaktus. Für die Wetterauerinnen Chanty (Gesang) Pia (Schlagzeug), Kerstin (Gitarre und Gesang) und Steffy (Bass und Gesang) bedeutete der Auftritt im Café Kaktus ein Heimspiel. Die meisten der 120 Konzertbesucher konnten die Lieder der Band auswendig mitsingen. Frontfrau Chanty kam wie immer mit leicht exzentrischer Kleidung auf die Bühne, ihr außergewöhnliches Outfit wurde durch rote Sonnenbrille und Fuchsschwanz komplettiert, was manch jüngere Besucher zum Staunen und manch ältere zum Kopfschütteln veranlasste. Das Kopfschütteln wurde jedoch bereits nach kurzer Zeit eingestellt, konnte Sängerin Chanty doch mit ihrer klaren Stimme überzeugen. Auch Pia, Kerstin und Steffy konnten einmal mehr belegen, dass sie ihre Instrumente sauber spielen und in der Lage sind, ihre Fans auf den unterschiedlichsten Gefühlsebenen mitzureißen.

»Vor heimischem Publikum zu spielen bringt immer eine ganz besondere Atmosphäre mit sich«, freute sich Bassistin Steffy. Da der Kreis der Anwesenden familiär war, wagte sich Sängerin Chanty auch des öfteren ins Publikum und holte sogar einen Fan auf die Bühne, um den Titel »Wenn ich ein Junge wär« zu singen. Nach eineinhalb Stunden beendete »Fräulein Wunder« unter großem Applaus das Konzert, um anschließend den Fans noch für Autogramme zur Verfügung zu stehen.

Wer die vier Wetterauerinnen live erleben will, hat am 29. November dazu die Gelegenheit. Dann spielt »Fräulein Wunder« im Lokschuppen in Nidda. Die neue Single »Mein Herz ist Gift für dich« ist schon ab dem 14. November erhältlich. Und ansonsten kann man sie spätestens am 13. Februar bei Stefan Raab auf der Bühne sehen. Da heißt es dann: Daumen drücken.

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Artikel vom 03.11.2008 - 18.46 Uhr
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