Wöllstadt (kpp). Gratulanten der Kirche, Politik und der Ortsvereine waren am Donnerstagabend ins alte Rathaus gekommen, um den Gemeindeältesten Josef Kluck zum 80. Geburtstag zu beglückwünschen. Bei einem Sektempfang schwelgte Kluck in Erinnerungen an seine ehrenamtliche Arbeit und nahm dankbar die bronzene Ehrennadel der Gemeinde entgegen.
Feierstunde: Bürgermeister Alfons Götz (r.) überreicht dem Gemeindeältesten Josef Kluck Urkunde und Ehrennadel. (Foto: kpp)
Kluck, der vor 18 Jahren nach Frankfurt zog, ist in Wöllstadt aufgewachsen und war vielseitig am Gemeindeleben beteiligt. »Ich kann mich an Wöllstadt nur mit Josef Kluck erinnern«, berichtete Bürgermeister Alfons Götz und verlieh dem Geburtstagskind zum Festtag eine Urkunde und die Ehrennadel. Kluck war jahrelang nicht nur als Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeindeparlament aktiv, sondern er unterstützte auch als »Motor der Gemeinde« den Musik- und Fußballverein sowie den Gesangverein Germania tatkräftig.
Sein Engagement und seine Treue beeindruckten, ob als Helfer bei der Feuerwehr oder als Seelsorger für Familie, Nachbarn und Freunde. Für seine ehrenamtliche Arbeit wurde er 1983 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, dem die Verleihung des Ehrentitels Gemeindeältester folgte. »Natürlich hoffen wir, dass er auch mal der Älteste der Gemeinde sein wird«, erklärte Götz und ergänzte, Gemeindeältester sei nicht nur ein Titel. Es bedeute auch, dass Kluck weiterhin trotz der Entfernung von seinem Wohnort Frankfurt Verpflichtungen gegenüber seiner Wöllstädter Heimatgemeinde trage und diesen gerecht werde. Denn wenn Kluck nicht gerade zu Hause am Computer sitze, sich mit Musik oder dem Stammbaum seiner Ahnen beschäftige, telefoniere er mit Wöllstädtern und erkundige sich nach dem Befinden seiner »Schäfchen«.
Kluck nahm dankbar alle Glückwünsche entgegen. Er hatte für jeden seiner Gratulanten ein paar individuelle Worte vorbereitet, in dem er sich an seine Vereinsarbeit oder an sein politisches Mitwirken erinnerte. Sein Geburtsort und die Bürger lägen ihm am Herzen, ein wenig Heimweh habe er schon.
Auch die große Familie Kluck war mit Urenkelchen gekommen und lauschte geduldig den Ausführungen des Familienoberhaupts. Am meisten freute sich Kluck über das Geschenk von Diakon Jürgen Hoffmann, der ihm passend zu seiner Leidenschaft als Ahnenforscher einen Auszug der Kluck'schen Stammesgeschichte aus den Kirchenbüchern ab 1650 überreichte.