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Bald neue Betreuungsräume an der Fritz-Erler-Schule

Artikel vom 20.01.2010 - 18.54 Uhr

Bald neue Betreuungsräume an der Fritz-Erler-Schule

Wöllstadt (hed). Als 1956 der erste Spatenstich für die neue Schule in Ober-Wöllstadt getätigt wurde, stand der damals zehnjährige Alfons Götz dabei, um den Politikern bei ihren Reden zu lauschen. Heute ist Götz Bürgermeister, und diesmal war er es, der am Mittwoch mehrere kleine Gäste begrüßte, die den Baubeginn für das Erweiterungsgebäude an die Fritz-Erler-Schule in Nieder-Wöllstadt verfolgten.
Sie bekommen ein neues Dach über dem Kopf: Die Kinder der Klasse 3a begrüßen die Gäste des ersten Spatenstichs mit einem Lied üb
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Sie bekommen ein neues Dach über dem Kopf: Die Kinder der Klasse 3a begrüßen die Gäste des ersten Spatenstichs mit einem Lied über feste Fundamente.
Wie die Schüler von den Rednern erfuhren, soll bis zum neuen Schuljahr - sofern das Wetter mitspielt - ein Bau mit zwei neuen Räumen entstehen. Dafür braucht man laut Schulleiterin Gaby Weiß Leute, die so etwas planen, bauen und bezahlen, weshalb sie das Architekturbüro Möller, Vertreter der beteiligten Handwerksfirmen und die Repräsentanten des Wetteraukreises begrüßte. Der finanziert das Projekt mit rund 350 000 Euro. Die zwei je 55 Quadratmeter großen Räume sollen für die Nachmittagsbetreuung verwendet werden, die der Förderverein der Schule bereits seit über zehn Jahren organisiert.

Die Räume seien bitter nötig, da es bereits eine Warteliste gebe und der Bedarf an Betreuungsplätzen in den nächsten Jahren weiter steigen werde, sagte Weiß. Zwölf Betreuerinnen kümmerten sich in den beiden Dependancen in Ober- und Nieder-Wöllstadt um derzeit 84 Kinder - ab Schulschluss bis 16 Uhr. »Man baut, bevor die Katastrophe kommt«, sagte auch Götz, der sich freute, dass es nun losgeht.

Nachdem die Klasse 3a ein Lied über die Notwendigkeit eines festen Fundaments gesungen hatte, sprach Landrat Joachim Arnold über die Finanzierung des Projekts, das dem Sonderinvestitionsprogramm Schulen des Kreises angegliedert ist. »Das bezahlt man nicht aus der Portokasse. Auch die Kinder aus Wöllstadt werden diesen Bau bezahlen - schließlich ist das Projekt über die nächsten 30 Jahre kreditfinanziert.« Die Eltern und der Förderverein würden mit dem an das Hauptgebäude anschließenden Bau für ihr Engagement belohnt, die Kommunalpolitiker mit Nachdruck an die Notwendigkeit zusätzlicher Räume erinnert zu haben.

Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel betonte, das Gebäude werde nach der Fertigstellung »warm eingepackt« sein. »Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung wurden um 30 Prozent unterschritten.« Er versprach Kindern und Lehrern, dass alle Politiker die Schule noch mindestens zwei Mal besuchen kommen: zum Richtfest und zur Einweihung.

Einen guten Ratschlag gaben die Schulkinder den Arbeitern noch in gereimter Form mit auf dem Weg: »Beim Bauen muss man schauen, sich nicht zu verhauen.«

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Artikel vom 20.01.2010 - 18.54 Uhr
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