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Abo Wind: Windrädern »steht nichts mehr im Wege«

Artikel vom 24.02.2011 - 16.20 Uhr

Abo Wind: Windrädern »steht nichts mehr im Wege«

Friedberg/Wöllstadt (hed). Bei einem Ortstermin mit Behördenvertretern hat die Firma Abo Wind die Vorwürfe von Wöllstadts Bürgermeister Alfons Götz (CDU) als haltlos zurückgewiesen.

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Mit den Erdarbeiten für die Zufahrt zu den geplanten Windrädern zwischen Bruchenbrücken und Wöllstadt kann es weitergehen, erklärt Abo Wind. (Foto: utz)
Die Gemeinde hatte den Windradbauer beschuldigt, die Erdarbeiten für die Zufahrt für die geplanten Windräder ohne Genehmigung und daher illegal ausgeführt zu haben. Daraufhin wurde gegen die Firma geklagt. Eine Entscheidung - auch bei der Klage gegen die RP-Genehmigung auf Sofortvollzug - steht noch aus.

»Den Arbeiten zur Errichtung des Windparks zwischen Bruchenbrücken und Wöllstadt steht nichts im Wege«, heißt es nun in einer Pressemitteilung von Abo Wind. Bei einer Ortsbegehung mit Vertretern der Naturschutz- und Bodenschutzbehörden, des Kreisbauamts sowie der Emissionsschutzbehörde des RP und einem ökologischen Gutachter seien am Dienstag alle offenen Fragen geklärt worden.

Der Vorwurf, den Erdaushub ohne Genehmigung auf benachbarte Äcker aufgebracht zu haben, sei falsch. »Wir haben mit dem Aushub das Wegeniveau angeglichen«, betonte Georg von Aretin, Leiter der Windkraftplanung bei Abo Wind. Damit werde den Landwirten die Bewirtschaftung erleichtert. Dafür habe man auch Verträge mit den Eigentümern der betreffenden Grundstücke geschlossen. »Sie haben sogar ausdrücklich gewünscht, dass die Neigung des Weges ausgeglichen wird.« Auch das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt teilte gestern mit, ein Teil der Erde dürfe auf den Äckern bleiben. Das sei so mit der Bodenschutzbehörde des Wetteraukreises abgestimmt.

Erde wird in Steinbruch entsorgt

Es werde aber noch Nachbesserungen an den Stellen geben, wo die Erde zu hoch aufgetragen worden sei, räumt von Aretin ein. Der übrige Erdaushub (etwa 4500 Kubikmeter) werde fachgerecht in einen Steinbruch entsorgt. Dafür sei dem RP inzwischen ein Entsorgungskonzept vorgelegt worden, das bereits bewilligt sei, sagte der Abo-Wind-Sprecher. Das RP schreibt dagegen, das Konzept werde derzeit noch geprüft.

Mit den Arbeiten an den Böschungen - die nicht in der Genehmigung für die Errichtung der Wege enthalten sind - werde man so lange warten, bis sie das RP erlaube. Eine entsprechende Genehmigung sei formal notwendig, werde in der Verwaltungspraxis aber üblicherweise nicht gefordert. Dass die Anforderungen beim Projekt wegen der besonderen öffentlichen Aufmerksamkeit höher seien, als bei anderen, hätten die Planer unterschätzt, räumt der Sprecher ein. »Dass mit den Arbeiten an den Böschungen schon begonnen wurde, hat aber niemandem geschadet.«



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