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08.02.2010 - 20.33 Uhr
Biermarke und Fußspuren verraten Einbrecher
Wölfersheim (en). Mit brachialer Gewalt aufgehebelt wurde mitten in der Nacht zum Samstag die Hintertür eines Bistros in der Bahnhofstraße. Die Ganoven knackten mit ihrem Werkzeug außerdem vier Geldspielautomaten, dabei wurden die Geräte teilweise aus der Wandverankerung gerissen.
Aus den Automaten holten sie sich das Schein- und Münzgeld. Weiterhin wurden eine Kiste Bier und eine Flasche griechischer Schnaps gestohlen. Die ersten Ermittlungen in einem Nachbarhaus ergaben zunächst einen vagen Hinweis.
In der Wohnung saßen in den frühen Morgenstunden noch mehrere fröhliche Zecher beisammen an einem Tisch in der Küche und »baten die Polizisten höflich herein«, wie die Friedberger Polizei gestern meldete. Getrunken wurde rein zufällig das gleiche Bier in gleich großen Flaschen, das auch im Bistro verschwunden war.
Die Ermittler zeigten sich verwundert, da ansonsten nur das bekannte Billig-Bier in der Halb-Liter-Variante im Haushalt gereicht wird, was durch das Leergut auch deutlich zu sehen war. Auf die Nachfrage, woher denn das gute heimische Bier komme, verstrickten sich die Beteiligten schnell in Widersprüche, wobei sich einer der Anwesenden gänzlich der Diskussion entzog. Am Tatort gesicherte Schuhspuren wurden ihm zum Verhängnis.
Man brachte den Herrn zur Dienststelle, wo er unter der überzeugenden Beweislast die Tat einräumte. Die Beteiligung eines Mittäters zeichnete sich ab und die Bereitschaftsstaatsanwältin in Gießen ordnete eine Wohnungsdurchsuchung bei dem zweiten Verdächtigen an. Auch er räumte die Vorwürfe ein.
Beide hatten das entwendete Bargeld zu gleichen Teilen aufgeteilt. Die »Beute« gaben beide mit 800 bis 1000 Euro an. Der angerichtete Schaden an den Automaten und der Tür dürfte nach erster Schätzung den Betrag von 15 000 Euro übersteigen.
Die 25- und 39-jährigen Tatverdächtigen, beide aus Wölfersheim, wurden nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen.