Wölfersheim (pm). »Aus der Erfahrung der vergangenen Monate kann ich Ihnen sagen, dass es enorm kompliziert und schwierig ist, eine Stiftung zu gründen, berichtete Bürgermeister Rouven Kötter in seiner Rede bei der konstituierenden Sitzung der Wölfersheimer Bürgerstiftung. Dennoch habe man die Gründungshürden überwunden, nun könne die Stiftung mit einem von der Gemeinde bereitgestellten Startkapital von 250 000 Euro ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen.
Es ist vollbracht: die Gründer der Wölfersheimer Bürgerstiftung. (Foto: pv)
Dankesworte richtete Kötter an die Gemeindegremien, die das Projekt flexibel und zielgerichtet begleitet hätten. Landrat Joachim Arnold, der die Bürgerstiftung in seiner Bürgermeisterzeit angestoßen hatte, ging in seiner Rede auf die Ziele und Motive ein. Die Stiftung soll sich nachhaltig für das Gemeinwesen engagieren und das bürgerschaftliche Engagement fördern. Werte sollen geschaffen, gefördert und für künftige Generationen bewahrt werden.
Auch Parlamentsvorsteher Gerhard Weber, sprach als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums über seine Vorstellungen.
Der Liederkranz Melbach unter der Leitung von Hartmut Erker sorgte für das Rahmenprogramm - für seine Darbietungen erhielt der Chor lautstarken Beifall. Die ihnen überreichte Gage behielten die Sänger nicht lange, sie wurde unverzüglich gestiftet. Somit tragen sich die Melbacher als erste Stifter in die Annalen der Bürgerstiftung ein.
Bis 2011 stockt die Gemeinde alle gestifteten Beträge um 10 Prozent auf.
»Bürgerstiftungen packen an, mischen sich ein und bringen Dinge voran. Das braucht unser Land, das braucht unsere Gemeinde,« so Bürgermeister Kötter abschließend.