Singbergschule: Spatenstich für den Gymnasialzweig
Wölfersheim (sto). Bei eisiger Kälte und tiefgefrorenem Boden traf sich gestern Vormittag Wetterauer Prominenz zum symbolischen ersten Spatenstich für den Gebäudekomplex der Singbergschule, in den der gymnasiale Zweig einziehen soll.
Umrahmt die vielen Worte bei der Spatenstich-Feier mit ihren Liedern: die Klasse 5G2 mit Lehrerin Gitta Metzger am Klavier.
Landrat, Kreisbeigeordnete, Bürgermeister und Vertreter der Schule stachen den Spaten in einen angekarrten Sandhaufen auf dem Areal des Gebäudes im Westen des Schulgeländes den gymn
Zu den Worten nach dem feierlichen Akt wechselte man in die wohltemperierte Aula. Schulleiter Thomas Gerlach begrüßte dort offiziell Landrat Joachim Arnold, die Kreisbeigeordneten Oswin Veith, Helmut Betschel-Pflügel und Ottmar Lich, Bürgermeister Rouven Kötter sowie Vertreter der Schule und der Planungs- und Baufirmen. Die eingeladenen Landtagsabgeordneten hatten wegen der Parlamentssitzung in Wiesbaden abgesagt.
Gerlach sprach rückblickend von einem großen Paket, das alle politischen Gruppierungen für den Schulstandort Wölfersheim geschnürt hätten, der der gesamten Region zugute komme. Bezugnehmend auf die aktuelle Diskussion um den zwei- oder dreizügigen gymnasialen Zweig sprach sich der Schulleiter für die größere Lösung aus. Aus dem Planungsbezirk 11 (Wölfersheim, Echzell, Reichelsheim, Dorheim und Bauernheim) kämen so viele Schüler, dass drei Klassen pro Schuljahr erforderlich seien. 300 Schüler besuchten derzeit die vierten Klassen der entsprechenden Grundschulen. Falls nur ein Viertel davon den gymnasialen Zweig wähle, müsse man bei festgeschriebener Zweizügigkeit Schüler abweisen. In den Folgejahren ergebe sich bei sinkenden Schülerzahlen wechselweise Zwei- und Dreizügigkeit. Keinesfalls werde man auf Schüler aus anderen Orten schielen.
Landrat Arnold betonte, für ihn werde mit dem Spatenstich ein Traum Wirklichkeit - das breitgefächerte Bildungsangebot vor Ort. Die Kosten für die Errichtung des Gymnasial-Gebäudes bezifferte Arnold auf 2,5 Millionen Euro, wobei 1,4 Millionen aus dem Sonderinvestitionsprogramm von Bund und Land einfließen. Im ersten Bauabschnitt entstünden zehn Räume, davon acht Klassensäle. In einem Jahr soll er fertig sein, zeitgleich werde der zweite Bauabschnitt vorbereitet. An dem U-förmigen Gesamtkomplex wird, so Schuldezernent Betschel-Pflügel, dreieinhalb Jahre lang gebaut werden.
Als echtes Signal für einen »zukunftsträchtigen Schulstandort des 21. Jahrhunderts« bezeichnete Bürgermeister Kötter den Spatenstich. Nochmals kritisierte er die Aussagen des Landtagsabgeordneten Tobias Utter pro zweizügigen Gymnasialzweig (wir berichteten).
Schulelternbeiratsvorsitzende Vera Schmidt hofft auf eine Fortführung des beschrittenen Weges. Erfreut über die Erweiterung zeigte sich auch die Personalratsvorsitzende Natalie Wöll und strich Bildung als wichtigste Grundlage der Zukunft heraus. Den flotten Ablauf der Schulerweiterung lobte Schulsprecherin Jana Kupke - sie sei »stolz, hier Schülerin zu sein«. Adolf Purper vom Schulförderverein erinnerte daran, dass sowohl Alt- als auch Neubürger auf eine gute Schule für ihre Kinder Wert legten.
Den Festakt umrahmte musikalisch die Klasse 5G2 mit Gitta Metzger und Bardo Langsdorf.