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Neues Pfarrerehepaar kommt im Doppelpack

Artikel vom 26.01.2010 - 02.00 Uhr

Neues Pfarrerehepaar kommt im Doppelpack

Wölfersheim (bf). Sie kommen im Doppelpack: Wölfersheim erhält mit Kerstin und Edwin Tonn gleich zwei neue evangelische Seelsorger - und dass Berstadt ein wenig länger auf die Neubesetzung der Pfarrstelle warten muss, liegt daran, dass mit dem Pfarrehepaar Tonn noch ein zweites Doppelpack ins Pfarrhaus zieht: die zehn Monate alten Zwillinge Ole Michel und Leo Matti.
Erfüllen das Pfarrhaus mit Leben: Kerstin und Edwin Tonn mit ihren Zwillingen.	(Foto: pv)
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Erfüllen das Pfarrhaus mit Leben: Kerstin und Edwin Tonn mit ihren Zwillingen. (Foto: pv)
Edwin Tonn (36) hat zum 1. Januar seine Arbeit als neuer Wölfersheimer Pfarrer aufgenommen. Kerstin Tonn (35) ist noch bis Ende April in Elternzeit und wird Anfang Mai die halbe Pfarrstelle in Berstadt übernehmen. Wohnen wird die Familie im Wölfersheimer Pfarrhaus.

Die Neubesetzung der Pfarrstellen sieht das zuständige Evangelische Dekanat Wetterau als »Glücksfall für beide Seiten«: »Wir konnten gleich zwei vakante Stellen besetzen und die Tonns haben gefunden, wonach sie in der rheinischen Landeskirche vergeblich gesucht hatten - eine Möglichkeit für beide, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

In ihrer vorigen Tätigkeit betreuten sie eine Kirchengemeinde mit elf Dörfern und drei Kirchen. »Da wurde der Pfarrdienst manchmal zum Fahrdienst«, erinnert sich Edwin Tonn und freut sich, dass in Wölfersheim alles so zentral an einem Ort sei. Wichtig ist beiden, dass so auch mehr Zeit für Gespräche und Seelsorge bleibt. Und deshalb sind sie auch gerne wieder in eine Landgemeinde gegangen.

Beide kommen selbst aus ländlichen Regionen: Edwin Tonn ist im Hunsrück zur Schule gegangen, Kerstin Tonn in einem kleinen Ort bei Hannover. Die Wetterau kennen sie schon ein bisschen: Fortbildungen haben Kerstin Tonn in das Friedberger Zentrum für Seelsorge der EKHN geführt.

Beeindruckt ist Edwin Tonn, was der Wölfersheimer Kirchenvorstand und die ehrenamtlich Mitarbeitenden der Kirchengemeinde in der Zeit der Vakanz geschafft haben. Die ersten Kontakte in Wölfersheim und Berstadt waren seien einladend gewesen. Kerstin Tonn sieht zwar, dass in Berstadt mit einer halben Pfarrstelle manches nun anders wird. Doch klar ist für sie, dass ihre neue Gemeinde keine Zweigstelle von Wölfersheim wird: Es sei wichtig, die Eigenständigkeit zu wahren und auch mit einer halben Stelle »ganz nah bei den Menschen zu sein«.



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