Wölfersheim (sto). Mit Wolfgang Rieß und Jürgen Heldt präsentierten die »Motten« vom Fanfaren- und Spielmannszug Frei Weg am Samstag zwei neue Sitzungspräsidenten.
Beste Stimmung dank der Gaudisänger: (von links) Dirk Doll, Andreas Rabenau und Sascha Rabenau. (Fotos: Storck)
Ebenfalls neu in der Galasitzung in der Wetterauhalle: Bei der musikalischen Einstimmung aufs närrische Treiben waren nicht nur die Akteure auf der Bühne in blau gekleidet, sondern auch die Musikanten in blau und grün - der gastgebende Fanfarenzug hatte sich mit der Drumband verstärkt.
Nachdem der Elferrat samt Großer und Prinzengarde einmarschiert war, begann auch schon der bunte Reigen aus Gesang, Wort und Tanz. Zu einem Marsch-Potpourri warf die Prinzengarde ihre 18 Beine in die Höhe. Den Tanz hatte Martina Frank einstudiert, die mit Natascha Koch und Claudia Bartel auch für die Ausbildung der Kleinen Garde und der Minis zuständig war. Letztere präsentierten wenig später zum Wickie-Lied ihr Können. Dazwischen entzündete die Bellersheimer Sängerin Janina Rieger musikalische Glanzlichter.
Modern gaben sich in der Bütt Bernd Viehl und Pfarrer Wolfgang Kaiser. Der eine als Energiesparer und Hochwürden als »Computerfreak«.
Begleitet von Narren-Raketen und Zugabe-Forderungen bebte die Narrhalla bei den »Gaudisängern«: Andreas und Sascha Rabenau begeisterten mit Dirk Doll - ein Stimmungshit folgte auf den anderen. Markus Drießen verschaffte sich mit Worten Gehör: Gespannt lauschten die Zuhörer, was es mit dem »Ding« auf sich hat - es entpuppte sich als Spülbürste.
Die Vorzüge am Bau beschrieb Jürgen Heldt mit Kelle und Hohlblock. Die Mittlere Garde (Ausbildung Natascha Koch) hatte nach »Punks not dead« getanzt, das ebenfalls von ihr trainierte Große Gardeballett ließ schmissige Rhythmen folgen.
Gerade Sitzungspräsident geworden, durfte Jürgen Heldt als erste Amtshandlung das neue Mitglied der Ehrenritter-Runde zu adeln - Dorothee Harris. Heldt beschrieb die Bankangestellte als »Herrin über Euro, Dollar und Kopeken« und würdigte sie auch als Betreuerin ihrer Buben bei den TSG-Fußballern, vor allem aber als »immer Mensch gebliebene Frau«.
Dem elitären Ritterkreis gehört auch Ur-Karnevalist Karl-Heinz Siefert an. So bot es sich natürlich an, dass er sein Lied »Ich bin in Wölfersheim verliebt« als Ständchen für alle und speziell für Dorothee Harris sang.
Als »Wilde Weiber« erwiesen sich Ellen Rabenau, Andrea Seipp und Tanja Seipp in ihrem Sketch. Als »Selbstbewusste Frau« war Ina Spahn von den Rodheimer »Spritzern« gekommen. Die Teenager-Spätlese hatte diesmal einen choreographischen Ausflug in den »Club Tropicana« gewählt. Gut im Rhythmus war auch das von Martina Frank betreute Männerballett »Die Mottenhüpfer« bei ihrem Can-Can.
Den tänzerischen Abschluss der bis nach Mitternacht dauernden Sitzung bildeten die Squaws vom Showtanzballett des CCW, die »Diamonds«. Die Einstudierung oblag Sonja Kresin, Tanja Viehl und Sandra Hamburger. Und die »Gaudisänger« besangen die Frau, die sie nach Hause trägt.
Mit dem von allen mitgesungenen »Fegerlied«, bei dem Wolfgang Rieß zum Schornsteinkehrer mutierte, und »Sierra Madre« war unumgänglich Schluss auf der Bühne, bevor die »Bettschoner« zum Tanz aufspielten.