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Wasserburg wird zum Tatort

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Artikel vom 03.09.2014 - 12.14 Uhr

Wasserburg wird zum Tatort

Rosbach (sky). Nicht nur zahlenmäßig, sondern auch vom Repertoire und von der Anzahl der Aufführungen her hat sich die Theatergruppe »Rosbacher Rambelichter« seit ihrer Gründung im Jahr 1994 stetig weiterentwickelt.

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Angeben ist angesagt bei den Teilnehmern des Klassentreffens. Die große Frage ist: Wer wird die Wahrheit sagen?
Hatten sich die kreativen Mimen anfangs nur innerhalb ihres Sportvereins, des SV 98 Rosbach, zum Beispiel bei Weihnachtsfeiern mit heiteren Schwänken auf die Bühne gewagt, so sorgten sie wenig später mit »nur« vier Vorstellungen pro Jahr stets für voll besetzte Bürgerhäuser in Rosbach und Rodheim. Es folgten viel beachtete Auftritte der Nachwuchstruppe »Rambelichtchen« sowie Sommertheater und auswärtige Engagements der Senioren.

Seit der Neugestaltung des Außengeländes der Nieder-Rosbacher Wasserburg tut sich dort für die Laienschauspieler ein weiteres Ambiente auf, das sie eifrig nutzen wollen. An diesem Freitag- und Samstagabend werden Krimi-Freunde hier auf ihre Kosten kommen: »Klassentreffen mit Leiche« lautet der Titel des spannenden Stückes der Österreicherin Ilona Mayer-Zach, das Regisseur Knut Michler in Szene gesetzt hat. »Ich habe die Geschichte durch vier Rollen tatorttypisch ergänzt«, verrät er schon jetzt. Da scheucht eine zickige Gerichtsmedizinerin die pflichtbewussten Ordnungshüter durch die Gegend. Hinzu kommt eine burschikose Kommissarin, die im Umgang mit Männern kein Blatt vor den Mund nimmt. »Diese Rollen und ihre Besetzungen sind eine Überraschung, und deshalb wollen wir sie vor der Premiere nicht der Öffentlichkeit preisgeben«, sagt Michler.

Auf altbekannte Publikumslieblinge wie Detlef Durchdewald, Jutta Köbel-Käding, Stephan Schmidthals und andere will er natürlich wie immer nicht verzichten. »Sie sind die Teilnehmer des Klassentreffens, bei dem der Ehemalige ›Max» anschließend tot im Weinkeller aufgefunden wird«, ist zu erfahren. Aufschneider, Möchtegern-Gurus und schillernde Persönlichkeiten treffen hier 20 Jahre nach ihrem Schulabschluss bei Wein und guten Speisen zusammen und können es nicht verhindern, dass ihre menschlichen Abgründe am Ende zutage treten.

»Das Stück ist spontan und lebensnah«, meint Michler mit einem Augenzwinkern. Warum sollte er es deshalb dann nicht so arrangieren, dass dabei auch das Publikum kulinarisch auf seine Kosten kommt? Dank der tatkräftigen Unterstützung des Männergesangvereins Germania dürfen nämlich nicht nur die Schauspieler während des 60-minütigen Stückes (zuzüglich Pausen) ein kleines Weinchen schlürfen. »Die Sänger werden an der Freilichtbühne einen Weinstand aufbauen, der Bestandteil des Bühnenbildes ist, und bei dem man während der Pausen einen Schoppen erstehen kann.« Es soll also ein richtiger »Wein-Krimi« werden. »Für Kinder oder Nicht-Weintrinker gibt es natürlich auch nichtalkoholische Getränke«, heißt es aus dem Team. Schon eine Stunde vor Vorstellungsbeginn werden die Getränke- und Imbisstheken geöffnet sein. Michler: »Die Vorstellungen beginnen exakt um 20.04 Uhr, wenn die Glocken der Burgkirche aufgehört haben, zu Abend zu läuten.«

Tickets für das Theaterstück gibt es nur an der Abendkasse: Erwachsene zahlen 8 Euro, Kinder 4 Euro. Bei Regen fällt die Veranstaltung aus.

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Artikel vom 03.09.2014 - 12.14 Uhr
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