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Voller Einsatz bei der Molchsuche

Artikel vom 11.04.2010 - 10.00 Uhr

Voller Einsatz bei der Molchsuche

Rosbach v. d. H. (sky). Glück mit dem Wetter hatten die rund 50 Grundschulkinder aus Rosbach und Rodheim, die in den Osterferien zwei Tage lang mit Hortleiter Peter Lauer und einem Betreuer-Team im Beinhardswald zum Hüttenbauen, Klettern, Entdecken und Spielen in der freien Natur unterwegs waren.
Justus hat einen kleinen Freund entdeckt.
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Justus hat einen kleinen Freund entdeckt.
»Ich freue mich darüber, wenn die Kinder hier so richtig aus sich herausgehen können«, meint Lauer. Zwar hatten sich die Betreuer im Vorfeld einige Gedanken darüber gemacht, wie sie den Nachwuchs sinnvoll und kreativ beschäftigen könnten, doch als Ideengeber brauchen sie beim Zwei-Tage-Erlebnis im Wald nur selten einzuspringen. »Kinder haben viel Fantasie, aber man muss ihnen auch die Möglichkeit geben, diese zu entdecken«, betont ein Erwachsener. So darf sich jedes Kind nach Herzenslust mit dem beschäftigen, wonach ihm gerade ist. Die Natur stellt dazu genug Spielmaterial zur Verfügung. »Dreckige Hosen und Matsch an den Stiefeln gehören dazu«, meint Lauer lachend.

»Der Stefan ist gerade in den Bach gefallen«, ruft ein kleiner Junge ihm in diesem Moment aufgeregt zu. Mit schweren Schritten und einem unsicheren Grinsen kommt der Unglücksrabe auf ihn zu. Die Gummistiefel sind voll mit Wasser. »Vielleicht habe ich noch ein paar trockene Sachen, die dir passen«, sagt Lauers Frau Annemarie gelassen. Mit einer Gruppe hat sie gerade die hauseigenen Esel »Fridolin« und »Hugo« gebürstet und mit Heu versorgt. Der achtjährige Tizian ist noch dabei, die Hufe auszukratzen. »Da ist ein ganz dicker Stein drin«, stellt er fest. Geduldig hebt »Hugo« sein Vorderbein - die Vierbeiner sind den Umgang mit Kindern gewohnt. Häufig kommen zum Beispiel auch die Waldkinder des Kindergartens auf dem Weg zu ihrer »Rotkäppchenhütte« vorbei.

»Kommt mal mit zum Tümpel, da sind ganz viele Molche und Kaulquappen«, fordert Marwin (7) wenig später die beiden Freundinnen Melanie und Naina (beide 8) auf. Peter Lauer und sein altdeutscher Hütehund »Shorty« schließen sich ihnen an. »Der Tümpel scheint der spannendste Ort hier im Wald zu sein«, meint der Hortleiter.

Nach wenigen Schritten kommt ihnen Justus entgegen. In der Hand hält er ein Wasserglas, in dem ein gelbbäuchiger Molch seine Runden dreht. Vorsichtig holt er das Tier heraus und hält es seinen staunenden Kameraden hin. »Der muss nachher aber wieder in seinen Teich zurück«, erklärt Lauer. Justus ist einverstanden und rennt mit anderen Kindern zum Wasser, um nach weiteren Molchen Ausschau zu halten. Ein lautes Platschen unterbricht die Suche. Diesmal ist Karin (9) kopfüber im Wasser gelandet. Die Betreuer Ebru und Michel reagieren prompt. Ebru leiht dem triefnassen Kind ihren Pullover, Michel holt die Autoschlüssel, um Karin nach Hause zu bringen. Dort gibt die Mutter ihr trockene Kleidung, und keine halbe Stunde später vergnügt sich das Mädchen wieder mit seinen Freunden am Teich.

»Gestern hatten wir keinen einzigen Reinfall, aber heute sind die Kinder wohl übermütig geworden«, stellt Peter Lauer fest. Mit Tim und Marwin macht er sich auf den Weg zu den drei Hütten im Laubwald, die am Vortag unter Kinderhand Gestalt angenommen haben. »Wir haben kein Werkzeug benutz«, erzählt Tim. Stöcke, Moos, Reisig und Erde hätten als Baumaterial gedient, handwerkliche Geschicklichkeit dem Bau seine Form gegeben. Kaum hat die Gruppe die Waldhütten erreicht, klettert Tim auch schon hinauf und testet die Standfestigkeit. Marwin holt noch ein paar Stöcke, um ein Loch in einer Wand zu schließen, dann sind beide Häuslebauer mit ihren Werken zufrieden.

Zurück in Peter Lauers Haus schnitzen Marco und Liz geduldig an ihren Wanderstäben. Ein paar Stunden noch, dann geht das Ferien-Erlebnis im Beinhardswald seinem Ende zu. »Ich habe mir alles aufgeschrieben, was ich hier erlebt habe«, erzählt Marco. Basteln, Backen und vieles mehr standen auf dem zweiwöchigen Programm. Am schönsten seien aber die beiden Tage im Wald gewesen - und natürlich das Spielen mit »Fridolin«, dem Zwerg-Esel.

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Artikel vom 11.04.2010 - 10.00 Uhr
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