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Vandalen brennen Hochsitz-Kanzel nieder

Artikel vom 04.03.2010 - 13.00 Uhr

Vandalen brennen Hochsitz-Kanzel nieder

Rosbach v. d. H. (sky). Jagdpächter Roman Lack ist sauer: Schon zum dritten Mal haben Vandalen einen seiner Hochsitze im Jagdrevier von Nieder-Rosbach zum Ziel von Anschlägen gemacht. Diesmal wurde allerdings nicht nur eine Tür eingetreten, sondern gleich die ganze Ansitzkanzel in Brand gesetzt.
Friedberger Polizisten untersuchen die Brandstelle.
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Friedberger Polizisten untersuchen die Brandstelle.
Nur noch der Ständer und verkohlte Balken lassen darauf schließen, dass hier ein Häuschen in den Himmel ragte, von dem aus die Jäger das Wild beobachten konnten. Noch am Freitag hatte er hier nach dem Rechten geschaut, und nun - nur wenige Tage später - führt die große Leiter, mit der man zur Kanzel hinaufklettern konnte, ins Leere.

»Allein der Sachschaden geht schon in einen vierstelligen Bereich«, sagt sein Vater Karl-Heinz. Die vielen Stunden Arbeit, die in die Errichtung eines Hochsitzes gesteckt werden, sind da nicht mitgerechnet. »Das waren locker hundert Stunden«, schätzt er. Die beiden Männer können es nicht fassen, dass es im Revier immer wieder zu willkürlichen Sachbeschädigungen kommt. »Ich bin auch noch nicht so alt und habe in meiner Jugend den einen oder anderen Streich gespielt«, schimpft Roman Lack, »aber das hier geht eindeutig zu weit.«

Fundstücke rund um den Tatort, die er zusammen mit Beamten der Friedberger Polizei eingesammelt hat, lassen darauf schließen, dass hier Jugendliche am Werk gewesen sind. Der Jagdpächter fragt nach den Gründen: »In dem Hochsitz waren keinerlei Wertgegenstände. Wir lassen dort nie etwas zurück, was Diebe anlocken könnte.« Ein kürzlich erst angeschaffter Mini-Heizofen wäre als einziges infrage gekommen. »Aber der ist mit der ganzen Kanzel zusammen abgefackelt.«

Pressesprecher Jörg Reinemer von der Friedberger Polizei weist darauf hin, dass Taten wie diese empfindlich geahndet werden. »Hier geht es nicht mehr um Delikte wie Vandalismus oder Sachbeschädigung, sondern um Brandstiftung«, erklärt er. Deshalb wird nun auch die Kripo eingeschaltet.

Die Lacks hoffen, dass die Täter möglichst schnell gefasst werden. Wieder und wieder überlegen sie, ob der Hochsitz von Rosbach oder von Ober-Wöllstadt aus angesteuert wurde. Die Entfernung zu Ober-Wöllstadt ist kürzer als zur anderen Seite. »Es liegt die Vermutung nahe, dass die Brandstifter zu Fuß gekommen sind, denn der Tatort liegt abseits von befahrbaren Straßen«, sagen sie. In Zukunft wollen sie und ihre Kollegen besonders wachsam sein.

Zunächst einmal kommt jede Menge Arbeit auf die Jäger zu. »Es wird mindestens einen Monat dauern, bis wir eine neue Kanzel aufgesetzt haben.« Auch am Ständer sind mehrere angekokelte Balken zu ersetzen und die restlichen auf Beschädigungen zu überprüfen.

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Artikel vom 04.03.2010 - 13.00 Uhr
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