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Rosbachs »Keinohrhase« als Fernsehstar

Artikel vom 24.04.2010 - 15.00 Uhr

Rosbachs »Keinohrhase« als Fernsehstar

Rosbach v. d. H. (sky). Gerade einmal fünf Wochen ist er alt und schon ein Fernsehstar. Die Rede ist vom kleinen, hellbraunen Hasen von Annemarie und Peter Lauer, der als Inzest-Opfer ohne die typischen Löffelohren zur Welt kam.
HR-Kameramann Uli Sontag ist dabei, als die dreijährige Laura den »Keinohrhasen« auf den Arm nimmt.	(Foto: sky)
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HR-Kameramann Uli Sontag ist dabei, als die dreijährige Laura den »Keinohrhasen« auf den Arm nimmt. (Foto: sky)
Die WZ hatte über ihn in den »Notizen aus der Provinz« berichtet. Am Donnerstag rückte ein Team vom Hessischen Rundfunk an, um ihn im Beisein von 17 Kita-Kindern der »Villa Konfetti« für das Boulevard-Magazin »Maintower« vor die Kamera zu locken. Die Til-Schweiger-Komödie »Keinohrhasen« dürfte ihm ins Rampenlicht verholfen haben.

»Ihr müsst ganz leise sein, dann kommen die Häslein vielleicht aus ihrem Versteck«, ermahnt Annemarie Lauer die neugierige Schar, die sich plappernd um das Freigehege neben ihrem Haus drängelt. Ein Korb mit frisch gepflücktem Löwenzahn steht schon bereit, um die Hasenmutter und ihre vier Jungen dazu zu bewegen, sich der Fernsehkamera von Uli Sontag zu nähern. Gleich der erste Versuch ist erfolgreich: Unbeschwert hoppelt der »Keinohrhase« als Erster aus seinem Heu-Versteck. »Der sieht ja aus wie ein Meerschweinchen«, meint der sechsjährige Ben zu Reporterin Kristin Fröhlich. Die gleichaltrige Michelle blickt ungläubig erst auf das putzmuntere Tierchen, dann auf den Stoffhasen, den sie von zu Hause mitgebracht hat. Einen echten Hasen ohne Ohren hat sie noch nie gesehen. »Kann der überhaupt was hören?«, fragt sie. »Da bin ich ganz sicher«, antwortet Lauer. Vorsichtig streckt sie eine Hand aus und schnippt leise mit den Fingern. Prompt geht das Hasenköpfchen in die Richtung, aus der das Geräusch kam.

»Man glaubt immer, dass Hasen wegen ihrer großen Ohren besonders gut hören könnten. In Wirklichkeit orientieren sie sich aber viel stärker über ihren guten Tastsinn«, erklärt sie den Kindern. Dank ihrer Tasthaare könnten sie sich im Dunkeln besser zurechtfinden als manche Katze. »Ich glaube, dass die fehlenden Ohrmuscheln dem Häslein gar nicht viel ausmachen«, vermutet die Halterin. Ein Tierarzt habe den kleinen Wicht bereits untersucht und festgestellt, dass beide Gehörgänge vollständig ausgebildet seien. »Aber wenn der da nur ein Loch hat, kann es doch reinregnen«, grübelt Emil und schaut auf die fehlenden Ohren. Ein kurzer Blick auf das überdachte Gehege aber überzeugt ihn, dass diese Wahrscheinlichkeit doch recht gering ist.

Die HR-Reporterin versucht den Kindern zu entlocken, was sie an dem Häschen besonders bemerkenswert finden. Die Til-Schweiger-Komödie »Keinohrhasen«, auf die sie hinaus will, kennen die Kinder nicht. »Dafür sind sie wohl noch zu klein«, stellt sie schließlich fest. Behutsam gibt Lauer den Kindern den Hasen auf den Arm und achtet darauf, dass sie ihn richtig halten. »Ich finde ihn einfach süß«, sagt Mara (5). Alessandro (6) bemerkt, dass auf der rechten Kopfseite noch ein kleiner Stumpf vorhanden ist. »Ich wünsche ihm, dass ihm bald richtige Ohren wachsen«, sagt er.

Einen Namen hat der »Keinohrhase« noch nicht. »Man kann erst im Alter von etwa drei Monaten das Geschlecht feststellen«, sagt Annemarie Lauer. Davon sei abhängig, ob es ein Til oder eine Tilly werden wird.

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Artikel vom 24.04.2010 - 15.00 Uhr
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