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Nach Beschwerden: Über Skateanlage am Sportzentrum wird nachgedacht

Artikel vom 01.08.2010 - 14.00 Uhr

Nach Beschwerden: Über Skateanlage am Sportzentrum wird nachgedacht

Rosbach-Rodheim v. d. H. (caj) »Wir lassen uns nicht verscheuchen«, sagt der zwölfjährige Eric vom Skateboard-Team »Maniacs«. Die »Maniacs«, das sind etwa 15 Rodheimer Jugendliche, die gerne skaten und mit ihren BMX-Rädern durch die Gegend fahren.
Sie würden lieber am Sportzentrum skaten: der 21-jährige Marcel Moritz und Mitfahrer Lukas (11). Dagegen hätten sicher auch die
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Sie würden lieber am Sportzentrum skaten: der 21-jährige Marcel Moritz und Mitfahrer Lukas (11). Dagegen hätten sicher auch die Anwohner nichts, die sich schon mehrfach bei der Stadt über die »Lärmbelästigung« an der Rollschuhbahn am Bürgerhaus beschwert haben. (Foto: caj)
Beschwerden über die Lautstärke ihres Hobbys von den Anwohnern der Rollschuhbahn beim Bürgerhaus sind für die Skateboarder nichts Neues. Aktuell ist der Konflikt trotzdem: Ein von den Anwohnern verfasstes Beschwerdeschreiben über »Lärmbelästigung« und »nächtliche Ruhestörungen« durch die Skateboarder wurde in der jüngsten Ortsbeiratssitzung besprochen.

Zu den Forderungen der Anlieger gehören der »Rückbau der Anlage«, »die Nutzung der Rollschuhbahn durch kleine Kinder« und - für die Jugendlichen - der Bau eines Bolzplatzes sowie einer Skateranlage am Sportzentrum. Dem stimme auch Bürgermeister Detlef Brechtel zu. Allerdings mit Vorbehalt: »Wenn’s nach mir geht, gerne. Es muss aber auch finanziert werden.«

»Eine neue Skateranlage wäre das Beste für alle«, sagt der 21-jährige »Maniacs«-Gründer Marcel Moritz. Ohnehin fehle dem Team, das auch Wettbewerbe in der Wetterauer Amateur Skateboard Liga (WASL) fährt, ein gut ausgestatteter Skatepark, in dem sie sich angemessen auf Turniere vorbereiten könnten. Die Rollschuhbahn am Bürgerhaus sei zu klein. Um Skateboard-Tricks üben zu können, müssten die Jugendlichen ihre selbstgebauten Holz-Hindernisse mitbringen - und die sind natürlich entsprechend laut.

»Es gibt zwar Skateranlagen in Seulberg und Bad Homburg, aber das kostet uns immer Sprit- oder Bahngeld«, sagt Marcel Moritz. Eine Alternative zur Rollschuhbahn gebe es für die »Maniacs« im Moment nicht: »Wir waren schon an der Schule und am Marktplatz«, erzählt Eric. Erst seien sie vom Hausmeister weggeschickt worden, dann vom Bürgermeister persönlich.

Bis vor einigen Jahren stand hinter der Erich-Kästner-Schule eine Halfpipe, die aber von Vandalen zerstört worden sei. In einem Brief an den Bürgermeister habe Eric darum gebeten, die Halfpipe wieder aufbauen zu lassen. »Ich habe aber nie eine Antwort bekommen«, erzählt er.



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