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Im Wald gibt es keine Hydranten

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Artikel vom 10.04.2013 - 08.00 Uhr

Im Wald gibt es keine Hydranten

Rosbach v. d. H. (sky). »Der Wald brennt«, wurden am Sonntag die Wehrleute aus Rosbach und Rodheim alarmiert. Für ihre gemeinsame Übung schlüpften 45 Männer und Frauen in ihre Einsatzkleidung und machten sich auf den Weg in Richtung Muni-Depot nahe Köppern, wo sie auf einer Lichtung den »Waldbrand« ausgemacht hatten.

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Bürgermeister Thomas Alber (l.) und Stadtbrandinspektor Clemens Harff studieren das Kartenmaterial.
Eine große Rauchsäule stieg in den Himmel. Drei »Frischlinge« in ihren Ämtern waren mit dabei: der Rosbacher Wehrführer Steffen Winkler, Bürgermeister Thomas Alber und Revierförster Michael Knebel.

Stadtbrandinspektor Clemens Harff hatte bewusst einen abseits gelegenen Ort für die Übung ausgesucht. Er wollte die Möglichkeiten der Wasserversorgung über längere Schlauchleitungen hinweg testen und zudem wissen, ob der neu eingeführte Digitalfunk auch in nicht bebautem Gebiet funktioniert. Beides klappte. »Alles ist einwandfrei abgelaufen und hat unsere Erwartungen voll erfüllt.« Harff lobte auch die Einsatzkräfte, die ihren Aufgaben mit Bedacht und Konzentration gerecht worden seien.

Kaum hatten Einsatzleitung und der erste Mannschaftswagen »die Brandstelle« erreicht, war auch schon das größte verfügbare Tanklöschfahrzeug mit einem Fassungsvolumen von 4500 Litern Wasser da. Doch um die Flammen zu löschen, mussten die Wehrleute sich den Weg zum Brandherd mit Motorsägen freischneiden, Schlauchleitungen verlegen und zeitgleich für Wasserreserven sorgen. Die Brandstelle lag etwa 400 Meter von der Straße entfernt, ein Hydrant war nirgends zu sehen. Der Wassernachschub musste aus dem Köpperner Industriegebiet herangeschafft werden. Zwei Tanklöschfahrzeugen – beide mit je 2500 Liter Kapazität – pendelten.

Lob für die Wehrleute

Harff: »Wir wollten testen, ob unter solchen Bedingungen eine permanente Wasserabgabe möglich ist.« Der Test gelang.

Glück hatten die Wehrleute mit den Wetterbedingungen: Der Waldboden war leicht gefroren, bot gute Fahrbedingungen für die schweren Einsatzwagen. »Wenn die Wege aufgeweicht sind, kann es schon mal zu Komplikationen kommen.« Außerdem seien die Wendemanöver auf engem Bereich dann schwierig.

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Auf dem Weg zur »Brandstelle« im Wald, die rund 400 Meter von der Straße entfernt ist. (Fotos: sky)
Nach fünf Stunden war die Übung abgeschlossen, die Fahrzeuge und Gerätschaften wurden gereinigt, der Einsatz noch einmal besprochen, dann gab’s einen Imbiss im Feuerwehrhaus. Bürgermeister Thomas Alber lobte das Engagement der Wehrleute. Auch hob er die Bedeutung des Rosbacher Waldes hervor. »Er ist aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht wichtig für unsere Stadt, und darüber hinaus auch unter dem Aspekt der Naherholung von großer Bedeutung.« Der Sorge der Brandschützer um den Wald gelte sein besonderes Kompliment.

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Artikel vom 10.04.2013 - 08.00 Uhr
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